Wir unterscheiden acht Jahreskreisfeste, von denen vier Mondfeste und vier Sonnenwendfeste sind.
Die Daten variieren von Richtung zu Richtung und dienen hier als Orientierungshilfe:
21.12. Yul/ Wintersonnenwende (die längste Nacht des Jahres), Sonnenfest
1.2. Imbolc/ Lichterfest, Vollmondfest
21.3. Ostara/ Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche (Tag und Nacht sind gleich lang), Sonnenfest
30.4. Beltane, Vollmondfest
21.6. Litha/ Sommersonnenwende (der längste Tag des Jahres), Sonnenfest
1.8. Lammas, Vollmondfest
21.9. Herbstfest/ Herbst-Tag-und-Nachtgleiche (Tag und Nacht sind gleich lang), Sonnenfest
31.10. Samhain, Neumondfest
Bräuche und Symbole sind dem des christlichen Glaubens sehr ähnlich (wurden vom Christentum adaptiert, um den Menschen der damaligen Zeit den „neuen Glauben“ „schmackhafter“ zu machen), so auch in anderen Kulturen und Religionen. Wir kennen die Wintersonnenwende als Wendepunkt. Ab diesem Tag werden die Tage geringfügig wieder länger, wir feiern die Geburt des Lichtes, den Fortlauf des Lebens. Christlich feiern wir am 24.12. die Geburt Christi, der das Licht und das Leben den Menschen brachte. Imbolc zeigt die Rückkehr des Lichtes merklicher, christlich feiern wir Maria Lichtmeß. Am 21.3. feiern Heiden wie Kelten Ostara das unserem Osterfest fast bis ins letzte Detail ähnlich ist. Beltane als Fruchtbarkeitsfest, die Vereinigung der Göttin und des Gottes, werden hier allerorts Maifeste gefeiert. Der Tanz um den Maibaum, die Vereinigung in Symbolform (Stab und Kranz) ist nichts anderes. Am längsten Tag des Jahres der Sommersonnenwende, läuten die Christen den Sommer ein, Schamanen veranstalten auch heute noch Sonnentänze um den Gottheiten zu danken und somit dafür zu sorgen, das die Familien und Stämme geschützt und ausreichend versorgt bleiben. Lammas oder Lughnasadh ein Ernte- oder Kräuterweihfest. Die Marientage beginnen und enden um den 15./16. August. Herbstfest oder Herbsttagundnachtgleiche (Mabon/ 21.9) ist das Erntedankfest der Christen. Am bekanntesten ist wohl Samhain. Allerorts feiern wir Halloween, Allerheiligen, Totensonntag. Es ist die Nacht in der sich der Schleier zwischen den Welten lichtet, die Übergänge merklich sich. Die Nacht der Toten, die in ihre Häuser zurückkehren, die Nacht für Kontakte, zum Orakeln und zum feiern. Zwischen diesen großen Festen liegen viele kleine Andachtsfeste, Vollmondfeste, Ehrentage von Göttinnen und Göttern. Wir wollen hier einen kleinen Ausschnitt aus diesem Umfangreichen Kalender wieder spiegeln und wünschen allen, die sich auf dem Jahresrad bewegen eine lichtvolle harmonische Zeit. Allen Phasen, Zyklen, Festen, Vollmonden, Neumonden unterliegen sog. Zeitqualitäten denen verschiedene Themenbereiche zugrunde liegen, spirituelle Saatgedanken in sich tragen.
Sonja Becker *Brigantia Sophia Josepha*
Quellen:
„Hexenfeste“ von Morgaine Verlag Neue Erde
„Das magische Jahr“ von Zsuzanna E. Budapest, SPHINX Verlag
Sonne-Mond-Planeten-Daten: Sonne-Mond Kalender 2006, Wolfgang Bartolain, Hier & Jetzt Verlag
Sonne-Mond-Planeten-Daten:
2.3. bis 25.3.06 Rückläufiger Merkur / Betrachte jegliche nicht-materiellen Schulden offenen Herzens
19.2. bis 20.3. Sonne im Zeichen Fische
20.3. bis 20.4. Sonne im Zeichen Widder
20.4. bis 21.5. Sonne im Zeichen Stier
15. März 2006 00.35 Uhr/ Vollmond in der Jungfrau
Alles, was wir mit Liebe und Hingabe ausführen ist Nahrung für unsere Seele. Es bringt uns näher zur Göttlichkeit und verhilft unserem Wesenskern zum strahlen. Eine Zeit die sehr meditativ sein kann und in der wir zur Innenschau tendieren.
29. März 2006 12.15 Uhr/Neumond im Widder
Eine Zeit der Prüfung, machen wir uns unsere Pläne klar damit wir sie voller Hingabe bejahen können.
13. April 2006
18.40 Uhr/Vollmond in der Waage
Ein Vollmond mit einem großen Potential.
27. April 2006 21.44 Uhr/Neumond im Stier
Überprüfen wir einmal Werte und Einstellungen auf allen Ebenen und schauen ob es evt. Handlungs- bzw. Veränderungsbedarf gibt. Eine gute Zeit um darüber nachzudenken und Wünsche zu formulieren.
Die kommenden 14 Tage stehen im Zeichen des Wesak-Festes am kommenden Vollmond – der Geburtstag Buddah. Alljährlich wird Mutter Erde zu diesem Zeitpunkt von einer unendlichen Liebe durchflutet. Im Augenblick des Vollmondes (13. Mai 06/ 8:51 Uhr) segnet Buddah die Menschheit. Schön wenn man sich dementsprechend vorbereiten kann und die Zeit ab dem Neumond bereits dafür gut nutzen kann.
Fest- und Andachtskalender für März/April:
MÄRZ
1.3. Fest der Göttin Juno
3.3. Fest der Puppen
5.3. Festtag der Göttin Isis
6.3. Tag des Mars/ Tag von Avalon
8.3. Tag Mutter Erde (eine gute Gelegenheit die Erde zu ehren und ihr Opfer darzubieten), Internationaler Frauentag (vielleicht eine Gelegenheit mal um sich zu schauen und Frauen im Umfeld zu helfen)
9.3. Ehrentag der Göttin Aphrodite (der Göttin der Liebe) sicherlich auch ein guter Tag für Liebesrituale
19.3. Fest der Göttin Athene/Minerva
20.3. 1. Tag der Wiedervereinigung von Demeter und ihrer Tochter Persephone (ein Zeichen des Frühlings, das Leben geht weiter, die Natur beginnt erneut zu leben und zu erblühen)
21.3. Ostara. Wurde bei den Germanen und den Völkern des Mittelmeerraumes gefeiert. Somit besteht ein Zusammenhang zu der germanischen Frühlingsgöttin Ostara. Sie gab dem Osterfest ihren Namen. Ei und Häsin sind ihre Fruchtbarkeitssymbole die ursprünglich rot gefärbt wurden. Ostara symbolisiert den Frühling, Wachstum und die Wiedergeburt. An diesem Tag symbolisch zu säen und mit Wünschen zu bestücken ist in jedem Ostara-Fest-Ritual ein schöner Bestandteil. Begrüße Deine neuen Ideen, das Leben, die Natur.
Vorschlag für eine Ostara-Räuchermischung: Mische jeweils 2 Tl Weihrauch, Hyazinthe, Eisenkraut mit 3 Tl Primel, 4 Tl Rosenblüten, 1 Tl Orangenblüten, 1 Tl Patchouli, jeweils 1 Prise Salz für die Erde und 1 Prise Drachenblutpulver und mische noch 7 Tropfen Patchouli-Öl hinzu.
26.3. Fest der Bäume (ein guter Anlaß sich einen sog. Baumfreund zu suchen und für diejenigen, die bereits einen haben selbigen zu besuchen)
31.3. Fest der Mondgöttin
APRIL
1.4. Fest der Göttin Venus
6.4. Kerzenfest der Kinder (Frankreich)
21.4. Fest der Mondgöttinnen
22.4. Tag der Erde
24.4. Tag der Kinder/ Tag des Hl. Marcus
27.4. Fest des Neubeginns (demnach ein guter Tag für Neubeginne)
30.4. Walpurgisnacht/ Beltane, in der Nacht vom 30. April zum 1.Mai
Teilt das Jahr und liegt Samhain genau gegenüber. Es war eines der größten keltischen Feste die nur zwei Jahreszeiten kannten: den Sommer und den Winter. Im Land wurden große Feuer entzündet um so die Rückkehr des Lebens und der Fruchtbarkeit zu feiern. Der Sprung übers Feuer galt als Reinigung, zum Wünsche wünschen und für die Fruchtbarkeit. Man feierte ausgiebig und Ausschweifungen waren sogar üblich und erwünscht um den Feldern Fruchtbarkeit zu verleihen. Am kommenden Tag wurden die Herden durch die Asche oder zwischen zwei Feuer getrieben, um sie so vor Krankheiten zu schützen. Beltane ist auch der Zeitpunkt an dem das Vie auf die Sommerweiden getrieben wurde.
Auch wir feiern die Wiedergeburt von Gott und Göttin, aber auch die Fruchtbarkeit der Göttin. Das Grün symbolisiert die Stimmung des Tages, die auch in der Natur wieder zu finden ist. Alle blüht und zeigt uns ihre Schönheit und Kraft.
Vorschlag für eine Beltane-Räuchermischung: Mische jeweils 3 Tl Sternenweihrauch, Sandelholz, Rosenblüten, Jasminblüten mit jeweils 7 Tropfen Orangenöl und Vanilleöl.
| Jahreskreisfeste |
In der längsten Nacht des Jahres, zur Wintersonnenwende, wird der Sonnengott geboren. Somit bringt die Göttin das Licht wieder in die Welt hinein, die Hoffnung auf den Frühling auf das neue wird stärker. Der junge Sonnengott wächst mit jedem Tag ein Jahr (die 12 Rauhnächte) und wird in der 12. Nacht in das Wissen initiiert. Dort erhält er seine magischen Symbole, seinen Namen und seinen Lebensauftrag. Für uns eine Zeit, die eigenen Aufgaben in die eigenen Hände zu nehmen, so wie auch der Sonnengott sein Leben in die Hände nimmt. Wenn die Sonne spürbar kräftiger wird erneuert sich die Göttin zu Imbolc und wird dort zur Jungfrau, zum jungen Mädchen. An Ostara zeigt sie sich als erwachende Natur in der auch das Wachstum beginnt. Unsere neuen Ideen wachsen ebenfalls. Der junge Sonnengott streift noch durch die Wälder. Noch gehen sie getrennte Wege, beide genießen ihre Freiheit. Zu Beltane treffen sich der junge Gott und die Göttin um sich zu vereinigen und somit den Kreislauf des Lebens zu gewähren. Der junge Gott nimmt noch nicht seine Verantwortung wahr und kehrt erst zu Litha zur Sommersonnenwende zurück und segnet mit einem Sprung über die Mitsommerfeuer die Ehe mit der Göttin. Für uns beginnt eine Zeit in der unsere neuen Ideen langsam Früchte tragen. Die junge Göttin ist schwanger.
Zu Lammas (Lughnasad) ist der junge Sonnengott bereits der Kornkönig an dessen Seite die Göttin als Demeter steht. Der Kornkönig opfert sich wie das Korn, damit die Felder für das kommende Jahr erneut fruchtbar werden. Der Göttin Gemahl ist nun der Herr des abnehmenden Jahres. Zur Herbsttagundnachtgleiche ist bereits der größte Teil der Ernte eingeholt. Auch wir reflektieren was aus unseren Wünschen und Plänen geworden ist, was wir in unserem Leben geerntet haben. Es beginnt eine Zeit des Nachdenkens. Tag und Nacht sind nun gleich lang, gleich stark. Alles Leben weiß, das die Nacht siegen wird und es Zeit wird abschied zu nehmen. Wir bewegen uns langsam aber stetig in die Zeit der Ruhe in der unsere Gedanken nach innen gerichtet sind. Die Göttin selber, trauert um ihren Gemahl dem Sonnengott. Er wartet bereits in der Unterwelt auf seine erneute Wiedergeburt. An Samhain gedenken wir der Toten aber auch den Neugeborenen und dem Leben welches noch geboren werden soll. Die Göttin ist schwanger, die Nebel zwischen den Welten sind dünn. Beste Zeit zum Orakeln oder für Kontakte zu den Verstorbenen. Nun ist der Kreis bald geschlossen und der Gott kehrt mit der Sonne zurück. Das Leben beginnt erneut, der Tanz auf dem Rad setzt sich fort und birgt in sich, das das Leben weiter geht, so wie sich das Jahresrad weiter dreht. Es birgt in sich den Mythos das in jedem Sterben die Geburt des Neuen liegt.






