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Naturel-Online.de, Bildschirmfoto vom Oktober 2004
Moringa Oleifera - das vergessene Kind der Ayurveda
Autor:Hartmut Schulz (23.01.2006)

Die menschliche Ernährung hat sich in den letzten 40 Jahren mehr verändert als in 4000 Jahren davor. Tausende Wissenschaftler suchen in der Pflanzenwelt nach neuen Alternativen für eine gesunde und vor allem artgerechte Ernährung.

Mehr oder weniger durch Zufall wurde der Moringa Baum von amerikanischen Wissenschaftlern entdeckt. Es schien wie ein Wunder. Nach eingehenden biochemischen Analysen bestätigte es sich.

Aber wie staunten die vielen Wissenschaftler als sie erfuhren, dass der Moringa Baum in der alten asiatischen Heilkunst weithin bekannt war und vor allem von den Priestern im alten Tibet, in China, Indien und in einigen Ländern Afrikas längst als sichere Nahrungsergänzung kränklicher Menschen verwendet wurde!

Moringa Oleifera
Moringa Oleifera
Der Saft des Moringabaumes gehört seid je her zur klassischen asiatischen Naturheilkunst. Er stammt original aus dem nördlichen Himalaja-Gebirge. Moringa wird in der alten Heilkunst als der Baum Sahijan bezeichnet und seine Früchte nennen die arabischen Inder auf der Gewürzinsel Snasibar Singu-Frucht. Moringa oleifera ist in allen seinen Teilen(Blätter, Blüten, junge Wurzeln, Schoten und Kerne) essbar. Die Samenkerne enthalten das bisher stabilste Pflanzenöl überhaupt. Es ist in seiner Stabilität besser als Olivenöl und war schon den alten Ägyptern bekannt, wo es als das „blessed oil Kyphie“, u.a. für die Einbalsamierung der Mumien der Pharaonen Verwendung fand. Die schotenähnlichen Singu-Früchte enthalten alle wichtigen Mineralien, Enzyme, Vitamine und Aminosäuren. Sie werden in der modernen Welt als Drumsticks weltweit gehandelt. Der Saft aus den Blättern des Moringa-Baumes wird in der tibetischen und indischen Heilkunst als ein Lebensspendendes Getränk der Götter bezeichnet. So predigen es auch heute noch die Priester in Tibet, Indien, Sri Lanka und auf der sonnigen Gewürzinsel Sansibar in Tansania. Ganz allgemein gehört der Moringa-Baum zu den wichtigsten Pflanzen der alten klassischen Ayurveda Asiens.

In Indien wird der Moringa-Baum und seine Hybriden seit über 70 Jahren plantagenmässig angebaut und sogar von Universitäten (z.B. Bangalore) wissenschaftlich untersucht. Derzeit ist Indien der größte Produzent von Moringa-Schoten und hat vor Tansania und den USA die größten Plantagen in Betrieb. Indien behielt das Geheimnis um den Moringa-Baum lange Zeit für sich. So hielt es auch die indische Minderheit in Tansania, Kenia, Uganda oder Malawi. Irgendwann aber kommt jedes Geheimnis ans Licht. Inzwischen gibt es weit über 700 wissenschaftliche Forschungsarbeiten zum Thema. Es dauerte nicht lange, bis man herausfand, wie nutzbringend der Baum in der Bekämpfung der Unterernährung der sog. „Dritten Welt“ ist. Als Musterbeispiel für eine zielgerichtete Bekämpfung der Unterernährung von Kindern unter 5 Lebensjahren muß das von Dr. Lowell Fugli im Senegal gegründete Moringa- Projekt angesehen werden. In seinem Buch „The Miracle Tree“ berichtete Fugli beeindruckend über seine Erkenntnisse: Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist der Moringa-Baum, ganz speziell seine schotenähnlichen Früchte (auf Sansibar Singh-Frucht), gut für die menschliche Ernährung und auch der Juice aus den weichen Moringa-Blättern ist von guter und sicherer Wirkung um den Ernährungsstatus von Menschen spürbar anzuheben bzw. zu stabilisieren. Es gibt kein anderes grünes Gemüse, welches mehr Vitamin A in Form von Karotinen enthält als die frischen Blätter des Moringa- Baumes.

Moringa enthält etwa die dreifache Menge an Vitamin C von Orangen und ist von einem äußerst hohen Gehalt an Mineralien wie z.B. Pothassium, Magnesium, Kalzium und Phosphor geprägt. Moringa enthält ausreichende Mengen an Eisen, Zink und Kupfer und obendrein noch 17-18 Aminosäuren, die wichtigsten Bausteine zum Aufbau von Proteinen im Körper und Immunsystem.

Der Botanischer Name des Moringa-Baumes lautet Moringa oleifera lam., der Baum ist noch unter weiteren Namen bekannt: Kisuaheli: Mlonge, in Sri Lanka: Mrungi, in England: Horse radish, in Indien: Sahijan oder Drumstick.

Moringa ist ein sehr schnell wachsender Baum, der seinen Ursprung im nördlichen Himalaya-Gebirge hat. Er kann innerhalb des ersten Jahres eine Höhe von 8-10 m erreichen und trägt die ersten Früchte (Singu) bereits nach neun Monaten. Aufgrund seines schnellen Wachstums und seiner Höhe muß er beschnitten werden, wodurch der Fruchtansatz erhöht wird. Der Baum braucht volle Sonne und sandigen durchlässigen Boden, damit seine knolligen Wurzeln nicht faulen. Stauende Nässe verträgt Moringa gar nicht. Er kann aus Samen oder aus Stecklingen vermehrt werden. Seine weißen Blüten duften stark und erinnern an den Geruch von Veilchen. In Deutschland ist der Baum allgemein unbekannt und dürfte innerhalb privater Pflanzensammlungen derzeit noch eine Rarität darstellen. Der Baum wurde vielfach als Miracle-tree (Wunderbaum nach Dr. L. Fugli, Senegal) bezeichnet, was angesichts seines hohen Mineralstoff- und Vitamingehaltes verständlich erscheint. Betrachtet man Moringa aus Sicht der Botanik, dann ist es ein „Power-Tree“, der durch sehr hohen Mineralstoffgehalt gekennzeichnet ist und über verschiedene phytomedizinische (pflanzenmedizinische) Substanzen heilende Wirkung hervorrufen kann. Grundsätzlich ist Moringa als Lebensmittel zu betrachten. Nur durch seine bestimmte, natürliche Verarbeitung kann er erfolgreich in der Pflanzenheilkunde eingesetzt werden. Es ist das alternative Nahrungsmittel um in ganz Afrika (oder auch in Europa oder USA) Unterernährung, Mangelerscheinungen (z. B. schlecht arbeitendes Immunsystem, Vitamin A Mangel und Nachtblindheit bei Kindern oder ernährungsbedingte Anämie, oder durch Zink-Mangel hervorgebrachte Pellagra zu beseitigen.

Analytische Auswertung des Moringa-Pulvers aus Tanzania (Region Usambara)

1) Feuchtigkeit % 8,10
2) Energie kcal/ 100 g 358,00
3) Rohprotein g/ 100 g 32,30
4) Öl g/ 100 g 5,60
5) Carbohydrate g/ 100 g 43,70
6) Rohfasern g/ 100 g 9,00
7) Mineral-Asche g/ 100 g 10,20
8) Kalium mg/ 100 g 1.750,00
9) Calcium mg/ 100 g 1.530,00
10) Schwefel mg/ 100 g 630,00
11) Magnesium mg/ 100 g 409,00
12) Phosphor mg/ 100 g 273,00
13) Oxalsäure mg/ 100 g 202,00
14) Eisen mg/ 100 g 27,60
15) Natrium mg/ 100 g 19,70
16) Zink mg/ 100 g 1,99
17) Kupfer mg/ 100 g 0,723
18) Jod mg/ 100 g 0,4719
19) Glycosinolate mol/100 g 50,00 mol


Was von besonderem Interesse ist: Moringa regt die Laktion (Milchproduktion) in Mensch und Tier an. Ganz generell können Moringa-Produkte Mangelerscheinungen innerhalb des menschlichen Körpers auf natürliche Weise ausgleichen und stabilisierende Wirkung auf das Immunsystem ausüben. Dies allerdings wirklich nur dann, wenn ein Mensch an Mangelerscheinungen oder instabilen Immunsystem (seinen sie auch noch so unauffällig) leidet. Es ist deshalb von einiger Wichtigkeit zu wissen, das Moringa-Produkte als Vorbeugung gegen Mangelerscheinung oder Instabilität des Immunsystems eine hervorragende Stellung einnehmen. In gleichem Maße sind Moringa-Produkte innerhalb einer sportmedizinisch überwachten Ernährung sicher von einigem Nutzen (Ergonenic aid). In jedem Falle, das ergab der Einsatz von Moringa im Senegal, in Malawi und Tansania, sichert regelmäßiger Verbrauch von Moringa das Wachstum von heranwachsenden Kindern aller Altersgruppen.

Innerhalb des Einsatzes von Moringa konnte festgestellt werden, daß die allgemeine Krankheitsanfälligkeit gegenüber Erkältungsinfekten, Wurmbefall und bestimmten Hautallergien bis zu 70% vermindert wurde.

In gleicher Weise hat Dr. Pürschel-Trostberg im Jahre 2001 nachweisen können, das perniziöse Anämie (ernhärungsbedingte Anämie durch FE+ - Mangel) durch regelmäßigen Genuss von Moringa über 86,5 % aller untersuchten Fälle, ausgeglichen werden kann. Ähnlich gestaltete sich die Anwendung von Moringa bei Frauen, die an perniziöser Anämie litten. Gleichzeitig sank ganz allgemein die Allergieanfälligkeit innerhalb der untersuchten Gruppen um 65 %.

Einiges noch zur Geschichte: Auf der Insel Sansibar und Pemba brauchte man unbedingt und schnell einen Schutz gegen Stürme für tausende von Nelkenbäumen. So führte der in ganz Ostafrika bekannte Philantrophist arabische Inder Sewa Hadji den Neem-Baum, mit welchem man 40 verschiedene Krankheiten heilen kann ein. In der Landessprache Kisuahlei wird der Neembaum „Mwarubaini“ genannt.

Der Moringa Baum wird in Kisuaheli Mlonge genannt und ihn kannten nur die Inder Ostafrikas. Sie verehrten und aßen vornehmlich die langen schotenähnlichen Früchte, welche Sie Singufrüchte nannten, die Gesundheit, schönes Haar, reine Haut und Manneskraft spenden sollten. Diese Schotenfrüchte werden heute weltweit unter dem Namen Drumsticks gehandelt und geören ihrem Ursprung nach in die alt-traditionelle Ayurveda-Heilkunst Asiens. Diese Heilkunst hat sich in ihrer Ursprünglichkeit bis heute auf Sansibar und in Tansania sowie in Sri Lanka erhalten. Sie wird auch heute noch, im Gegensatz zu Indien, in unvermischter Ursprünglichkeit angewendet. Dadurch gilt neben Sri Lanka das heutige Land Tansania nicht nur als das tierreichste Land unserer Erde, sondern unter Insidern auch als heimliches Eldorada der auyurvedischen Pflanzenmedizin schlechthin.

Es sollte allerdings ganz klar sein, ein gesunder Mensch wird eine solche positive Beeinflussung höchstens in seinem Allgemeinbefinden feststellen können, schließlich leidet sein Körper keinen Mangel. Der gesundheitlich Schwache hingegen wird Moringa oleifera ganz anders wahrnehmen. Das gilt nicht nur in tropischen Ländern sondern eben auch in Europa oder den USA, wo die allgemeine Ernährungssituation durch vielfachen Gebrauch von chemisch belasteten oder minderwertigen Nahrungsmitteln recht unstabil erscheint

Finca Helvetica in Nicaragaua

Auf der Suche nach Informationen und Berichten über den Anbau von Moringa gelangte ich zu einem Schweizer Auswanderer in Nicaragua, Hanspeter Zgraggen - mit dem ich seit einiger Zeit in Kontakt stehe. Dieser hat auf der Hochebene bei Esteli im Norden des Landes seine Farm. Auf seinem ca. 220 ha großen Gelände will er die fast völlig gerodeten Baumbestände aufforsten; über 1000 neue Bäume sind bereits ausgepflanzt. Rund 10 Baumarten sind in eigener Kultur, d.h. aus Samen der noch vorhandenen Bäume gezogen - hierunter auch fast ausgestorbene Arten. Insbesondere Heilpflanzen hatten ihn schon in der Schweiz – seiner Heimat – beschäftigt. Er hat viele Bücher in diesem Zusammenhang studiert und Vorlesungen und Kurse besucht. Noch heute geht er fast wöchentlich in die Universität in Esteli - die über eine reichhaltige Bibliothek verfügt - und sucht Rat und Informationen. Weiterhin stehen Herrn Zgraggen die Einheimischen (oft indianischer Abstammung) mit Rat und Tat zur Seite um ihn bei seinem Vorhaben zu unterstützen. In mühevoller Handarbeit wird hier auch der Moringa-Baum angebaut. Es gibt in der Gegend keine Industrie und die Einheimischen kämpfen um ihren Lebensunterhalt. Auf der Farm – der Finca Helvetica - von Hanspeter Zgraggen finden sie Arbeit und Entlohnung. So haben sich auch nach seinem Vorbild weitere Agrargemeinschaften zusammengeschlossen die uns über Hanspeter Zgraggen ihre Produkte (hierzu gehört auch Nopal – mit wundersamer Wirkung) verkaufen.

Durch unsere Käufe unterstützen wir direkt die einheimische Bevölkerung, es ist keine Industrie eingeschaltet, keine Verwaltung und keine Organisation.

Mit unseren Käufen fördern wir die Eigenverantwortlichkeit der Einheimischen zum Einkommen durch Arbeit. Das sind keine Almosen, wir geben Arbeit und Lebensqualität. Durch die örtlichen Umstände (keine Industrie, keine Autos, keine Pestizide, etc.) können wir bei den Produkten von einer kaum zu überbietenden Reinheit ausgehen. Da keine übliche Kultivierung der Pflanzen stattfinde, ist weiterhin gewährleistet, dass die natürlichen wertvollen Inhaltsstoffe in den Pflanzen enthalten sind. Da z.B. das Moringa-Pulver auch von Hand gemahlen wird, so werden auch hier keine Wirkstoffe zerstört, so wie es bei elektrischen Mühlen der Fall sein kann (Erhitzung des Mahlgutes).

Möchten Sie weitere Informationen über Land, Leute und Produkte, wenden Sie sich bitte an den Verlag.

Verlag naturel
Straußstr. 2
01324 Dresden
Tel. 0351/2666 451
oder e-mail: info@verlag-naturel.de


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