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Naturel-Online.de, Bildschirmfoto vom Oktober 2004
Meine Begegnung mit dem Wunderheiler
Autor:Renate Momin (09.11.2005)

Brasilien, das Land meines inneren Zuganges

Im Leben der Menschen gibt es Orte und Länder, von denen sie ganz besonders angezogen werden. Es sind Gebäude, Städte oder Landschaften, denen man in Geschichten und Bildern immer wieder begegnet und für die man dann im Laufe der Zeit eine ganz besondere Affinität entwickelt. Mir geht es mit dem Kontinent Mittelamerika so. Schon als Kind „verschlang“ ich die Indianerbücher von Karl May, später war es Erich Wustmann, mit dem ich gemeinsam in seinen Büchern die letzten noch „wild“ lebenden Indianerstämme in Brasilien besuchte. Ich erkundete mit Erich von Däniken das Reich der Inka, und noch heute habe ich zu den Hochland-Indianern der Anden einen fast persönlichen Bezug.
Als ich im September 2003 lebensbedrohlich erkrankte, hörte ich in meiner Genesungszeit das erste Mal etwas von einem Wunderheiler, der in Brasilien ansässig sein solle. Ich spitzte die Ohren: Wunderheiler und Brasilien? Diese Mosaiksteinchen passten in mein System, nach dem ich intuitiv mein Leben ausrichte. Dieser „Lichtschein“ der Geistheilung wurde mir im Januar, in der Zeit der kürzesten Tage, aber auch in meiner persönlichsten Finsternis zuteil, als jedwede Hoffnung auf Genesung bei mir dahin geschmolzen war. Ich erfuhr, dass man sogar durch Fernheilung eine Umkehr der abwärts trudelnden Energien herbeiführen kann. Eine Umkehr zum Licht!

Als ich in der Sommer-Ausgabe der Zeitschrift „naturel“ die Ankündigung von EARTH OASIS las, dass der kraftvollste Wunderheiler dieser Erde, Joao de Teixeira da Faria, nach Deutschland kommen sollte, fühlte ich dies sofort als große Chance, die ich mir vornahm zu nutzen.

Eindrucksvolle Begegnung mit Schloss Berlepsch

In der Nähe von Schloss Berlepsch, wo Joao de Deus seine Heilbehandlungen vornehmen wollte, bezogen wir für zwei Nächte eine kleine Ferienwohnung. Wir, das waren mein jüngster Sohn, meine Schwiegertochter und die Enkelin, hatten uns sehr auf diese Reise gefreut und erwarteten mit Spannung die bevorstehenden Ereignisse.

Märchenhaft, wie ein Stück stehen gebliebene Zeit empfing uns das uralte Schloss, das in Hügel, Felder und grüne Wälder eingebettet vor uns lag. Bald entdeckten wir im Schatten der Bäume große Flächen bedeckende, weiße Zelte. Das Einchecken war schon im vollen Gange. Fast ganz Europa schien sich unter den Wartenden zu vermischen. Jetzt war noch einmal Zeit für Besinnung. In Sekundenschnelle gingen mir noch einmal die Informationen durch den Kopf, die ich von Joao de Deus hatte: Seine Heilhandlungen erfolgen nicht bei vollem Bewusstsein. Vorher übergibt er seinen Körper einer der 33 Wesenheiten, die in ihrem Leben berühmte Ärzte, Heiler oder Chirurgen gewesen sind und die durch ihn wirken.
Nur durch das Wirken dieser Geistwesen ist die erfolgreiche, durch tausende von Videos dokumentierte Arbeit Joaos zu erklären. Der Wesenheit, die in Joao gerade inkorpiert ist, genügt der Bruchteil einer Sekunde, um den in jedem Menschen angelegten Lebensentwurf zu erkennen - von vergangenen Leben bis in die Gegenwart. Im Anschluss an diese Blitzdiagnose wird die Behandlung festgelegt. Auf Schloss Berlepsch wurde Heilwasser ausgeschenkt. Bei bestimmten Krankheiten werden von den Wesenheiten, die in Joao inkorpiert sind, unblutige Operationen empfohlen, die zu einem späteren Zeitpunkt im dafür vorgesehenem Zelt vorgenommen werden.

Das Strömen in den Zelten

Das große Zelt, das wir endlich betreten durften, war bis auf wenige noch freie Stuhlreihen angefüllt von Hunderten meditierender Menschen. Erwartungsvolle Ruhe beherrschte den Raum, bevor eine ältere Dame begann Gebete zu sprechen. Später sollten wir die Hand auf die Stelle unseres Körpers legen, die wir geheilt haben wollten. Die Stimmung war sehr friedvoll, und wir fühlten die ersten Energien strömen. Uns wurde gesagt, dass wir unsere Beschwerden auch auf einen Zettel schreiben könnten, um ihn Joao beim Vorübergehen auszuhändigen. Alles ginge mit nach Brasilien und nichts verloren. Hastig bekritzelte ich meinen Zettel und war für Minuten nicht bei der Sache.
Als wir in das Nachbarzelt geführt wurden, erkannte ich ihn sofort! Er saß an der Stirnseite in einem Sessel unter zwei Holzdreiecken und schaute die Menschen sehr aufmerksam an, die scharenweise an ihm vorüber zogen. Als ich vorbeiging, hatte ich das Gefühl, als schaue er mir nicht nur in die Augen, sondern tief ins Herz hinein.
Alles ging sehr schnell, manche griffen nach seiner Hand, verbeugten sich voller Ehrfurcht. Wieder andere händigten ihre Zettel aus, die er kurz anschaute und dann in einen großen Korb warf. Ich war wie versteinert und hoffte, dass mich die Helferin nach meinen Beschwerden fragte. Aber nichts dergleichen geschah. Im Verhältnis zu der langen Wartezeit ging mir alles viel zu schnell. Viel zu schnell für meine Begriffe befand ich mich wieder im Freien unter den Bäumen, wo das Heilwasser verteilt wurde.

Der zweite Besuch

Außer mir hatten noch andere Besucher viele offene Fragen, die durch eine Betreuerin geduldig beantwortet wurden. Ich betrachtete meinen Zettel in der Hand und bedauerte ihn nicht abgegeben zu haben. Die junge Frau riet mir, mich am Nachmittag noch einmal anzustellen, weil zu diesem Zeitpunkt wieder andere Wesenheiten durch Joao wirken würden und ich das Versäumte nachholen konnte. Das kam mir sehr entgegen, denn nun konnte ich mich gründlicher auf die Begegnung vorbereiten. Ich schrieb noch einmal einen Zettel und verband mit meiner Bitte um Heilung auch die für meine psychisch schwer kranke Tochter.
In der Zwischenzeit fanden wir Gelegenheit, im strahlenden Mittagssonnenschein das ehrwürdige Schloss zu besichtigen. Auf dem Gelände verteilte man ein gesegnetes Gemüsesüppchen, das uns allen unter freiem Himmel sehr mundete.

Ich erlebte eine Spontanheilung

Am Nachmittag strömten hier die Energien heftiger als am Vormittag. Die Luft knisterte förmlich vor Energie. In der 5. Reihe vor dem Heiler fand ich noch einen freien Platz. Hier konnte ich fühlen, welch starke Energie dieser Mann oder die Wesenheiten, die in ihm inkorpiert waren, verströmten. Ich schloss die Augen, führte meine rechte Hand zum Herzen, weil es die Stelle war, an der ich geheilt werden wollte und fiel sofort in leichten Trance. Es tat unendlich gut, sich auf die Energie zu konzentrieren, die heilend durch den Körper floss. Nach einer Weile richtete ich meine innere Aufmerksamkeit auf die rechte Körperhälfte, in welcher seit einem Bandscheibenschaden der Nierenmeridian blockiert war. Noch immer im Trance befindlich war mir, als würde ich heftig am rechten Oberschenkel berührt, indem jemand vorüberging und mich anstieß. Als ich die Augen öffnete, konnte ich niemanden sehen. Hatte mich eine Wesenheit so deutlich spürbar geheilt? Die nächste Zeit würde darüber Aufschluss geben.

Die Hilfesuchenden, die heute Nachmittag zum Heiler kamen, betraten das Zelt in kleineren Gruppen und gingen auch langsamer an Joao vorüber. Somit gewann der Heilprozess an Ruhe und Intensität. Aufgeschreckt wurde ich, als ich von vorn laute Stimmen hörte. Sie kamen aus Joaos Richtung, ich hörte ihn fast schreien: „Go, go, gehe doch endlich! Wirf deine Krücken weg!“ Langsam, etwas wackelig auf den Beinen, sah ich einen Mann in mittleren Jahren den Gang entlang kommen. Seine Frau neben ihm hatte zwei Krücken im Arm und stützte den Mann etwas ab. Ein Helfer bot den beiden den Platz neben mir an. Fassungslos, von Weinkrämpfen geschüttelt, immer und immer wieder konnte er sein Glück nicht fassen, dass er, scheinbar nach langer Zeit, endlich wieder ohne Krücken gehen konnte. Diese Situation wühlte meine Psyche sehr auf und auch ich musste weinen. Lange saß ich neben diesen Mann, der noch immer geschüttelt wurde. Meine und wahrscheinlich auch seine Tränen waren Tränen der Erleichterung. Viel angestauter Schmerz, meine eigene Krankheit, die mich im vergangenen Herbst an den Rand des Todes geführt hatte, und die seelische Krankheit meiner Tochter durften sich hier endlich in Tränen verwandeln und losgelassen werden. Es tat sehr gut, diese inneren Stauungen fließen zu fühlen.
Während dieser inneren Reinigung war für mich die Zeit stehen geblieben. Als ich mich endlich erhob, schritten die Besucher nur noch einzeln an Joao vorüber. So fand ich Zeit, ihm den Umschlag zu überreichen und mich persönlich bei ihm für die Gnade der Heilung zu bedanken.

Der Heilprozess, der auf Schloss Berlepsch in Gang gekommen ist, soll noch ein halbes Jahr nachwirken, wenn man sich an die Vorgaben hält: „Kein Schweinefleisch, keinen Alkohol, möglichst nicht rauchen und keine sexuellen Kontakte“ während dieser Zeit. Heute, nach 10 Tagen dieser denkwürdigen Begegnung, bemerke ich schon eine deutliche Verbesserung meiner Beschwerden. Gefühlsmäßig ist eine zauberhafte innere Ruhe und Ausgeglichenheit eingetreten.

Nur eines erhielt durch diese Begegnung neue Nahrung.
„Meine Sehnsucht nach Brasilien!“
Vielleicht, wenn ich wieder ganz gesund werde, kann sie eines Tages gestillt werden.
Gottes Wege sind verschlungen, überraschend und unergründlich.

Renate Momin

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Autor:Renate Momin (09.11.2005)

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