Das Bienenwachs, das neben Leinöl in der Salbe enthalten ist, dient nicht nur als Konsistenzgeber, sondern besitzt ebenfalls hautpflegende und -schützende Eigenschaften. Veröffentlichungen der Fachliteratur weisen darauf hin, dass Hautschutzmittel auf der Basis von Bienenwachs ein gut wirksames Rezept gegen Hautirritationen sind, die beim Menschen durch anionische Tenside, also häufig verwendete waschaktive Substanzen, verursacht werden. Ferner soll Bienenwachs in Salbenform für die Behandlung der Radiodermatitis geeignet sein, die nach therapeutischer Bestrahlung auftreten kann; das Wachs fördert die Rückbildung der Haut, besitzt eine schwach betäubende und antibakterielle Wirkung sowie âhautnährendeâ Eigenschaften.
Leinölsalben werden als kosmetische Zubereitungen zur Pflege und zum Schutz der Haut angeboten oder sind z.B. aus Leinöl und Bienenwachs selbst herstellbar. Wer möchte, kann die kosmetische bzw. lindernde Wirkung der selbsthergestellten Salbe durch Zusätze von z.B. Ringelblumenblüten, Beinwellwurzel oder Kamillenblüten je nach Anwendungsgebiet und Vorliebe vertiefen. Zum Schutz und zur Pflege der Haut wird die Salbe dünn auf die Haut aufgetragen. Das gilt auch für die kosmetische Nachbehandlung von Narben, die bei längerfristiger Anwendung wieder weich werden und sich durch Gewebeneubildung zurückbilden können. Dick aufgetragen hingegen wird die Salbe, wenn ihr Zugcharakter zur Reinigung stark verunreinigter Haut zur Wirkung gebracht werden soll, wie dies bei problematischer Aknehaut (z.B. auf dem Rücken) der Fall ist. In diesen Fällen empfiehlt es sich, die Anwendungen als Maske über Nacht vorzunehmen und mit einer Kompresse abzudecken.
Zur lokalen Anwendung im Mund wird die Salbe ebenfalls auf die entzündete Mundschleimhaut aufgetragen.
Leinölsalbe kann auch innerlich angewendet werden. Da nicht jeder den Geschmack von Leinöl mag, kann die Salbe in diesem Fall auch auf Brot gestrichen und mit diesem gegessen werden.
Äußerliche Anwendungsmöglichkeiten
â alle Arten von Hautverletzungen, Stich-, Biss- und Brandwunden
â zur Entfernung von Fremdkörpern, Abszessen, Furunkel, Eiterungen, Nagelbettentzündungen
â juckende Ekzeme, Dekubitus (Wundliegen), Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür)
â Narbenbehandlung, Warzen
â bei Nasennebenhöhlenkatarrhen, Mandelentzündungen und Bronchitiden
â Lokale Anwendung in Mund und Rachen
â Mundschleimhautgeschwüre, Aphten
Innere Anwendung
â Gastritis (Magenreizung, Magenschleimhautentzündung),
â Ulcus ventriculi und duodeni (Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür)
Neu: Zeitschriften bestellen - Dossier Heilpflanzen
Wir haben für Sie alle Hefte über Heilpflanzen zu einem Paket zusammen gefasst. Sie können das Dossier Heilpflanzen jetzt in unserem Zeitschriften-Kiosk kaufen.
Alle Hefte über Heilpflanzen



Neu: Zeitschriften bestellen - Dossier Heilpflanzen



