Samen sind es gewesen, die Kachinas Kutenai, unterstützt durch ihre zwei Begleiterinnen, ihre Schülerin, die Ärztin Nancy Larson, und ihre einfühlsame Dolmetscherin Arupa, gelegt hat. Aus diesen Samen wird je nach dem individuellen Grund sehr Eigenständiges wachsen können.
Wer mit der Erwartung gekommen war, sofort heilerisch Anwendbares zu erfahren, wird anfangs vielleicht enttäuscht gewesen sein, hatte aber die Möglichkeit, sich einzulassen auf eine uns schon fremd gewordene Sicht. Eine Sicht, die das eigene Dasein als sich ständig Entwickelndes erlebt, eingebunden in einen großen, ebenfalls lebendigen Weltzusammenhang, in dem Materielles und Geistiges ständig ineinander wirken. So kann Sicht zu Einsicht werden und zu Einverständnis. Kachinas Kutenai hat uns sehr persönlich und erschütternd Anteil nehmen lassen an ihrem Leben, das durch mehrere tiefe Krisen führte. Aber auch dort wurde spürbar, wie Krisen durch Annahme und durch eine eigene starke Haltung bis hin zum „Ich werde nicht sterben.“(selbst wenn ein Arzt das Gegenteil behauptet) zu Wandlungsgeschehen werden können. Ja, das ganze Leben selbst kann dann als Wandlungsgeschehen begriffen werden. Selten habe ich mit solcher Klarheit erfahren, wie sehr es auf das „wie“ ankommt in meiner Begegnung mit mir selbst und den Wesen und Ereignissen dieser Welt: auf Offenheit, liebevolle Annahme, Vergebung, auch im Hinblick auf das eigene „Heil-werden-können“, Geduld und Gelassenheit. Auf solch gewachsenem und erarbeitetem inneren Einklang mit sich selbst und der Welt kann, so habe ich es verstanden, „Heil-werden“ entstehen und vielleicht auch die Fähigkeit, anderen Menschen zu helfen heil zu werden. Das Wissen, wie, ist sicher nur begrenzt erlernbar. Es reift vielleicht am ehesten einer Frucht vergleichbar an einem Baum, der sich tief in der Erde verwurzelt und mit seiner Krone dem Licht entgegen wächst. Jeder Baum wird etwas andere Früchte tragen. So kann es sein, dass - wie es Kachinas Kutenai geschah - Steine, die sie innerhalb mehrerer Jahre geschenkt bekam, immer deutlicher zu sprechen beginnen, um ihr zu sagen, wie sie als Heilsteine nutzbar seien.
Die am Pfingstsonntag mit ihren sieben Steinen geführte Heilung einer Seminarteilnehmerin, ebenso wie die am Tage zuvor vollzogene durch Dr. Nancy Larson, ließ uns anwesend sein in einem höchst bewegenden Vorgang. In beiden Geschehen wurde in besonderer Weise spürbar, was an allen drei Tagen dieses Seminars zu fühlen war: die große, ruhige und liebevolle Gegenwart zweier Persönlichkeiten, durchlässig geworden für geistige Kräfte.
Ich danke Kachinas Kutenai, Dr. Nancy Larson und Arupa.
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