Nach diesem erlebnisreichen Tag erschien Ravi Shankar am Abend in Leipzig nicht ganz so redefreudig wie ihn die Dresdner einen Tag später erleben konnten. Während er von seinem Wissen in Dresden mehr preis gab, konnten die Menschen sowohl in Leipzig als auch in Dresden seine natürliche und lebensfreudige Ausstrahlung genießen. Dabei ließ er auch seinen Humor nicht zu kurz kommen, denn Spiritualität und Wissen ist für ihn nicht nur eine ernste Angelegenheit. So sprach er beispielsweise über die Energiequelle Ernährung und die Faustregel, die da lautet: „Iss so viel, wie deine beiden Handflächen fassen können.“ Er selbst hielt seine Handflächen nebeneinander und fügte hinzu: „Es steht allerdings nirgendwo geschrieben, wie hoch das Essen gestapelt werden darf, da gäbe es wohl kein Limit.“
Jeweils vor den Veranstaltungen hatten die Gäste die Möglichkeit, Fragen auf Zettel zu formulieren, die Ravi Shankar am Abend beantwortete. Es waren Fragen wie: Was hältst Du von der Reinkarnation?“ „Wie kann ich mich von meiner Angst freimachen?“ „Wie kann die Gesellschaft besser mit Aggressionen umgehen?“ In Dresden kamen die Fragen auch direkt aus dem Publikum. So zum Beispiel, die Frage auf welchem Level er sich auf seinem Weg zur Erleuchtung befände. Ravi Shankar antwortete: „Ich kann nicht sagen, welchen Level ich erreicht habe, aber ich fühle mich frei.“
Besucher, die mit den Lehren und Weisheiten des indischen Denkers nicht bereits durch Bücher oder Seminare vertraut waren, mögen vielleicht ein wenig enttäuscht gewesen sein über seine knappen und doch allumfassenden Antworten. Seine Botschaften an diesem Abend regten an, sich noch tiefgründiger mit den Erkenntnissen Sri Sri Ravi Shankars zu befassen.
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Musik: Die dänische Gruppe „Valentin“ beendet den Abend mit indischer Musik
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In Leipzig wie in Dresden ließen sich die Gäste auf eine Meditation ein. 25 Minuten lang führte Ravi Shankar die Menschen in tiefe Entspannung. Am Ende der Meditation stand der Klang „Ram“. Ein angenehmes Vibrieren im Brustkorb stellte sich ein als Hunderte von Menschen wiederholend „Ram“ durch den Raum erklingen ließen. Diese Schwingung erzeugt eine bestimmte Frequenz, die darauf abzielt diese Wärme und dieses Wohlempfinden im Inneren hervorzurufen. Je mehr Menschen in einem Raum mit diesem Klang arbeiten, um so stärker wird die Schwingung erzeugt die dann noch intensiver auf den Körper wirkt. Den Abschluss des Abends gestaltete Ravi Shankar mit der dänischen Gruppe „Valentin“, deren Rhythmen und Melodien auch die Gäste zum Mitsingen bewegten.