Autorin: Edith Ege
Die Naturheilkunde nutzt seit langem die besonderen Heilkräfte des Honigs als wertvollen Nährstoff, als Antioxidans und Antiseptikum. Doch weniger bekannt ist, dass das flüssige Gold auch für die Massage therapeutisch eingesetzt werden kann. Die Honigmassage ist eine bewährte Therapie, die auf den Prinzipien der russischen und tibetischen Medizin beruht, und deren Heilwirkung auf die wertvollen Inhaltstoffe des Honigs und die Stimulation der Reflexzonen zurückzuführen ist. Diese spezielle Methode der Volksheilkunde bewirkt nicht nur eine Verbesserung, des Allgemeinzustandes des Patienten, sondern führt auch zu einer umfassenden Entgiftung des Organismus über die Haut.

Bild: Goldener Honig, möglichst einheimisch und in Bio-Qualität
Die Honigmassage gehört zum Erbe der traditionellen tibetischen und russischen Naturheilkunde. Sie war jahrelang in Vergessenheit geraten, und kommt nun zu neuen Ehren. In der chinesischen, sowie tibetischen, aber auch in der russischen Medizin, stellt eine Krankheit nicht nur die Erkrankung eines einzelnen Organs dar, sondern sie entsteht durch die falsche Verteilung der Lebensenergie (Chi) im Körper. Werden bestimmte Regionen im Körper mit zu viel oder zu wenig Energie versorgt, kann die Lebenskraft nicht genug fließen. Unwohlsein, bzw. Schmerzen, sind Zeichen, dass eine Blockade im Energiesystem vorliegt.
Die Hauptwirkung der Honigmassage kommt auf reflektorischem Wege und auf Grund der Inhaltsstoffe des Honigs zustande. Unser Körper ist ein zusammenhängendes System, in dem alle Organe und Körperteile durch Energiebahnen, so genannte „Meridiane“ (tibetische und chinesische Medizin) oder „Wege“ (russische Medizin), verbunden sind. Das Ziel jeder Therapie ist also, alles wieder ins Fliessen zu bringen, und somit das Organorchester harmonisch miteinander spielen zu lassen – für mehr Freude und Leichtigkeit. Durch die Honigmassage wird die Energieverteilung im Körper reguliert und das gesunde Gleichgewicht wieder hergestellt.

Bild: Anwendung der Honig-Massage
Wie wirkt die Therapie?
Die Honigmassage erzeugt über die Haut eine Reizung des Gewebes. Die Durchblutung wird heftig angeregt, dadurch können sich erkrankte Bezirke entschlacken, regenerieren und die Schmerzen abklingen. Durch spezielle Handgriffe, wie Zupfen und Kneten der Haut , aktiviert der über die Haut eingearbeitete Honig den Stoffwechsel, saugt und zieht Gifte heraus, bindet tieferliegende Schlacken, die sich wegen mangelnder Ausscheidung über Nieren, Darm, Lunge und Haut im Gewebe festgesetzt haben. Gifte werden verstärkt zur Haut transportiert, um ausgeschieden zu werden, und gleichzeitig gelangen mehr Sauerstoff und Nährstoffe in die Zellen. Es bildet sich im verlauf der Massage eine kaugummiähnliche Masse , die je nach Beschwerden des Patienten mehr oder weniger groß werden können. Durch die Massage werden die Poren geöffnet, und die Haut kann freier atmen.

Bild: Anwendung der Honig-Massage
Darüber hinaus hat die Honigmassage eine schmerzlindernde, beruhigende und desinfizierende Wirkung, was auf die Inhaltsstoffe des Honigs zurückzuführen ist. Nicht nur das Allgemeinbefinden des Patienten erfährt eine Besserung durch die Entgiftung des Organismus, sondern auch das Immunsystem wird gestärkt – was sich durch eine größere Leistungsfähigkeit ausdrückt. Denn neben Glucose, Fructose, Wasser, Enzymen, Vitaminen, und Mineralstoffen enthält Honig Acetylcholin, ein Gewebshormon, das sich positiv auf Herz, Darm und Nieren auswirkt, Der Organismus nimmt all diese wertvollen, fehlenden Stoffe über die Reflexzonen der Haut auf
Wie sieht der Therapieplan aus?
Eine Behandlung dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Honig vorzugsweise dunkler Waldhonig aus kontrolliertem Anbau, wird gleichmäßig auf dem Rücken verteilt, der zuerst mit einer speziellen Waschung vorbereitet wurde. Danach folgt die Massage mit gezielten Griffen, wie beim kneten eines Teiges. Dabei werden die speziellen Reflexzonen, die mit den betroffenen Organen und Organsystemen in Verbindung stehen, angeregt. Durch das heftige Kneten und die Reizung des Gewebes werden alte, abgestorbene Zellen, Salze und Schlacken ausgeschieden. Der Honig wird- bei richtiger Technik – vollständig von den tieferen Hautschichten aufgenommen. Es kann sein, dass der Honig an bestimmten Stellen schwächer aufgenommen wird, vor allem wenn Organzonen geschwächt sind oder die korrespondierenden Organe aus dem Gleichgewicht geraten sind. Mit der Zeit bilden sich je nach Beschwerden größere oder kleinere Kügelchen- ein Zeichen, dass Schlacken über die Haut ausgeschieden werden. Zum Schluss erfolgt nochmals eine Waschung und eine Einreibung mit einem milden Öl, da Honig die Haut leicht austrocknet. Nach der Massage fühlt sich der Rücken des Patienten so weich wie bei einem Neugeborenen an. Die Therapie ist leicht zu lernen, denn sie erfordert keine großen Vorkenntnisse. Es ist aber zu empfehlen, die Honigmassage in einem ausführlichen Kurs zu erlernen.

Bild: Honig, gebunden mit rausmobilisierten Körperschlacken
Welche Krankheiten können mit der Honigmassage behandelt werden?
Bei den folgenden Erkrankungen kann die Honigmassage erfolgreich zur Anwendung kommen: Leberleiden, Blasenbeschwerden, Nierenbechwerden, Nachlass der Vitalität, allgemeine Schwächezustände, Regelstörung bei Frauen, Depression, Angstzustände, Schlafprobleme, Schnupfen, Kopfschmerzen, Nebenhölenerkrankung, Pilzerkrankungen, Magen-Darmstörungen, Appetitmangel, Arthrose, rheumatische Erkrankungen (Muskeln und Gelenke) Potenzstörungen, Blutdruckstörungen, Kreislaufprobleme, Rückenschmerzen, Erschöpfung , Immunschwäche, Osteoporose, Zellulitis u.v.m.
Gesundheitstipp
Die Honigmassage ist ein echtes Juwel, wenn sie gezielt eingesetzt wird. Ideal wäre, wenn sie regelmässig anzuwenden, noch bevor schwerwiegende Symptome aufgetreten sind, sozusagen, als Vorbeugung.
Daher die Empfehlung: entgiften sie einmal im Monat ihren Körper intensiv, indem sie sich eine Honigmassage gönnen. Unternehmen sie viel, was ihnen Entspannung und Freude bringt. Denn durch Sorgen und Stress werden bekanntlich vermehrt Schlacken im Gewebe eingelagert. Meiden sie alles Extreme, nach dem Motto: „Zu wenig und zu viel verdirbt das ganze Spiel.“
Also in allem die goldene Mitte anstreben.
Über die Autorin
Edith Ege dipl. Krankenschwester und staatl. gepr. Masseurin ist in eigener Praxis für Physikalische Therapie tätig.
Kontaktadresse - wo die Therapie erlernt werden kann
Edith Ege
Physikalische Therapie
97828 Marktheidenfeld (30km von Würzburg)
Tel. 09391/81136
www.ege-kristall.de
Veröffentlicht am 02.04.08 um 22:17 Uhr




