Autorin: Christiane Thomas

Bild: Kämmen mit einem Läusekamm
Entdecken Sie die kleinen Plagegeister auf dem Kopf Ihres Kindes, gilt es rasch zu handeln. Neben den bekannten Hygienemaßnahmen, wie Bettzeug, Wäsche, Mützen, Kuscheltiere zu waschen oder in einem gut verschlossenen Plastiksack in Quarantäne zu schicken, müssen die Haare gründlich mit einem geeigneten Läusemittel behandelt werden. Dabei haben läusegeplagte Eltern die Qual der Wahl zwischen einerseits gut wirksamen, aber nicht unbedenklichen Produkten und andererseits natürlichen und gut verträglichen Mitteln, deren Wirksamkeit aber nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist.
Zur ersten Gruppe gehören Medikamente auf der Grundlage der Wirkstoffe Allethrin, Lindan, Permethrin und Pyrethrum. Lindan ist aufgrund seiner Giftigkeit bereits EU-weit verboten und durch eine Übergangsregelung nur noch bis Ende 2007 zugelassen. Laut Ökotest 3/06 können aber auch die anderen drei Wirkstoffe, teilweise in Kombination mit weiteren Inhalts- und Hilfsstoffen, zu erheblichen Nebenwirkungen führen.
Wer natürlichere Substanzen für die Läusebekämpfung vorzieht, dem empfiehlt Frau Vater aus der Galenus-Apotheke in Dresden Mittel auf Kokosölbasis, was einerseits die Läuse durch Ersticken abtötet, andererseits auch die Kittsubstanz der Nissen löst. Möglich ist auch eine homöopathische Behandlung mit der Nosode Pediculose C200. Essigwasser mit einigen Tropfen Lavendel- oder Geranienöl unterstützt das Entfernen der Nissen aus den Haaren. Wiederholen Sie die Behandlung insbesondere bei alternativen Mitteln 2-3 mal und kontrollieren Sie die Haare auch danach regelmäßig. Wollen sie vorbeugend etwas tun, was die Läuse vom Kopf ihres Kindes abschreckt, so waschen Sie die Haare regelmäßig mit Weidenrindenshampoo (Apotheke) oder mischen sich selbst als Zusatz in ein neutrales Haarwaschmittel je 10 Tropfen reines ätherisches Öl von Lavendel, Rosengeranie und Palma Rosa auf 50 ml Trägeröl. (tho)
Ein Geheimtipp unter Eltern ist eine Tinktur aus Quassiaholz. Dieses Bitterholz ist in Apotheken erhältlich und muss, mit Alkohol angesetzt, etwa 24 Stunden ziehen. Wie alle anderen Läusemittel auch sollte es gut abgedeckt auf die Kopfhaut einwirken können, etwa 30 Minuten sind ausreichend, bei anderen Mitteln ist immer die Packungsbeilage zu beachten.
Veröffentlicht am 16.01.08 um 08:47 Uhr




