„Heilfasten ist ein jahrtausendealtes Heilmittel. In der Hand des erfahrenen Fastenarztes und in einer Fastenklinik ist es ein bemerkenswert ungefährliches, dennoch tiefwirkendes Heilverfahren. Es gehorcht natürlichen Gesetzen, die in der Natur des Menschen begründet sind.“
Herzinfarkt, Schlaganfall oder Erkrankungen der Beingefäße sind nur sinnvoll zu behandeln, indem man sie verhindert. Das kann man mit Ernährungsumstellungen und regelmäßigem Sport auch erreichen. Doch seien wir mal ehrlich: wer ist schon bereit, seinen bequemen Lebensstil so grundlegend zu ändern? Nichts vermag den inneren Willen und die innere Kraft so zu stärken wie Fasten.
Das Heilfasten allein ist imstande innerhalb kürzester Zeit sowohl die Risikofaktoren abzubauen als auch den Menschen so tief zu beeindrucken, dass sowohl die Ernährungskorrektur als auch die Änderung des Lebensstils dauerhaft gelingen. Je größer die gesundheitliche Belastung, je fester die Abhängigkeit von Konsumgewohnheiten und je drohender die Krankheit, desto länger muss nicht nur das Heilfasten dauern, sondern auch die begleitende Ernährungs- und Verhaltensschulung. Deshalb wird Heilfasten meistens vier Wochen lang in einer Fastenklinik durchgeführt.
Mit Maßnahmen wie intensive Gruppen- und Einzelgespräche, Ernährungsberatung und Lehrküche sowie gestufte Bewegungstherapie wird versucht das Verhalten der Patienten dauerhaft zu verändern. Heilfasten geht sowohl an die Wurzel der Erkrankung als auch an die Wurzel persönlichen Verhaltens.
Langes Fasten von 18, 24, 32 Tagen und länger ist ein tiefer Einschnitt in den Stoffwechsel eines Kranken.
Die „Operation ohne Messer“ hat einem chirurgischen Eingriff gegenüber enorme Vorteile: nichts muss verletzt werden, trotzdem wird jede Zelle in jedem Organ erreicht, wo Krankheitsstoffe abgelagert sein könnten. Ein solcher Eingriff betrifft den vollbewussten Menschen, dessen Heilung von wichtigen Einsichten und sogar von wachsendem Wohlbefinden begleitet wird.
Heilfasten ist besonders angezeigt bei ernährungsabhängigen Stoffwechselkrankheiten, bei chronischen Krankheiten und bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, die eng mit Stoffwechselentgleisungen verbunden sind. Dazu gehören:
- Gefährliche Fettsucht – mehr als 30% Übergewicht
- Diabetes (Zuckerkrankheit)
- Gicht (Harnsäurekrankheit)
- Polyglobuli (zuviel Blutzellen und Eiweiß)
- Fettleber
- Chronische Hepatitis (Leberzellschädigung)
- Arterielle Durchblutungsstörungen bsp. Der Herzkranzgefäße, der Arm-,Bein-, oder Kopfgefäße)
- Bluthochdruck
- Herzinfarktgefährdung
- Alle Erkrankungen mit chronisch gestörtem Gewebsstoffwechsel, wobei Entlastung und kräftige Umstimmung der Reaktionslage notwendig sind, bspw. Bei Weichteilrheumatismus, Gelenkrheumatismus, Bandscheiben- und Gelenkschäden (Spondylarthrose, Osteochondrosen, Arthrosen)
- Chronische Hauterkrankungen (Ekzeme, Neurodermitis, Schuppenflechte)
- Venöse Durchblutungsstörungen mit offenen Beinen
- Allergische Krankheiten der Haut und der Schleimhäute
Manche scheinbar unheilbare oder unbeeinflussbare Krankheit konnte durch Fasten und eine naturgemäße Zusatzbehandlung zur Heilung oder zum Stillstand geführt werden, so z.B.:
- Migräne
- Chronischer Kopfschmerz
- Glaukom (Grüner Star) im Anfangsstadium
- Porphyrie
- Polyarthritis
- Bechterew im Frühstadium
Heilfasten nach Buchinger, auch Saftfasten genannt, beginnt mit „Entlas- tungstagen“ in Form von Obst, Reis- oder Rohkosttagen. Am ersten Fastentag wird dann eine gründliche Darmreinigung durchgeführt. Dazu wird meist eine Glaubersalz-Lösung getrunken oder ein mehrmaliger Einlauf durchgeführt. Der Einlauf sollte im Verlauf der folgenden Fastenzeit regelmäßig wiederholt werden.
Danach darf nur noch Obst- und Gemüsesaft, sowie warme Gemüsebrühe und Kräutertee mit Honig zu sich genommen werden. Durch diese Säfte wird der Körper mit Vitaminen, Mineralstoffen und einer geringen Menge an Kohlenhydraten versorgt. Die Kalorienversorgung beträgt ca. 250 kcal pro Tag. Während der Fastenzeit wird sich viel an frischer Luft bewegt, intensiv Körperpflege betrieben und meditiert. Das Fasten endet mit einer schrittweisen Aufbaukost.
Als Alternative zu einem Aufenthalt in einer Fastenklinik gibt es beispielsweise Arztpraxen mit angeschlossener Tagesklinik. In Dresden sprachen wir mit Frau Dr. med. Kathrin Würl von der Praxis „Am Blauen Wunder“. Während dort die Fastenleiterin Theresa Opitz das Heilfasten durchführt, übernimmt sie die ärztliche Betreuung der Patienten.
Für welche Patienten führen Sie Heilfasten durch?
„Wir führen Heilfasten vor allem für Patienten mit Stoffwechselkrankheiten durch.
Zu uns kommen Diabetiker, Patienten mit Fettstoffwechselstörungen, erhöhten Blutfetten, Übergewichtige, Patienten mit Bluthochdruck, mit allergischen Erkrankungen, Schmerzpatienten beispielsweise mit Gelenkbeschwerden oder Kopfschmerzsyndrom.“
Welchen Vorteil bietet Ihre Tagesklinik?
„Die Patienten können abends wieder nach Hause gehen. Manche wollen oder können nicht getrennt von Ihrer Familie einen Klinikaufenthalt durchführen. Wir haben hier zum einen die Möglichkeit, die notwendigen Untersuchungen durchzuführen. Zum anderen können die Patienten mittags in der Tagesklinik schlafen. Unverzichtbar dabei ist die Leberpackung,eine feuchtheiße Leibauflage. Sie unterstützt die Leber in ihrer wichtigen Entgiftungsarbeit. Durch das Liegen allein wird die Leber um 40% mehr durchblutet. Zusätzlich wird der Darm mit der Colon-Hydrotherapie behandelt. Dabei wird der Dickdarm in mehreren Behandlungen schrittweise und gründlich von den angesammelten Stuhl- und Fäulnisstoffen und Altlasten gesäubert.
Die Reinigung erfolgt Sitzung für Sitzung fortschreitend und abschnittsweise. Mit einer Heilmassage kombiniert, werden bestimmte Dickdarmreflexzonen angeregt..“
Welche Erfolge konnten Sie verzeichnen?
Wir konnten beispielsweise einem 45-jährigen Diabetiker helfen, der mit Insulin behandelt wurde. Herr Körner hatte schwere Durchblutungsstörungen, die sogenannte „Schaufensterkrankheit“. Er konnte immer nur ein kleines Stück gehen, dann musste er eine Pause von 5min einlegen, weil er sehr starke Schmerzen hatte, bis er wieder einigermaßen laufen konnte. Herr Körner hat 4 Wochen bei uns gefastet und danach konnte seine Insulindosis um ca.40% verringert werden. Nebenbei hat er 10 kg abgenommen und durch unsere Ernährungsberatung und Kochkurse hat er dieses Gewicht und natürlich auch die niedrige Insulindosis halten können.
Er kann jetzt viel besser laufen und ist auch insgesamt leistungsfähiger.
Ein anderes Beispiel ist Frau Beyer. Sie ist 36 Jahre alt und hatte monatlich einen schlimmen Migräneanfall. Sie hat eine Woche gefastet und dabei 6x die Colon-Hydrotherapie durchgeführt. Seit einem halben Jahr nun hat sie keinen einzigen Migräneanfall mehr.“
Sind alle Krankheiten durch Heilfasten heilbar?
Sicher nicht alle. Zum Beispiel ist Diabetes im Anfangsstadium mit Heilfasten so behandelbar, dass die Krankheit bei entsprechender Ernährung nicht ausbricht. Im fortgeschrittenen Stadium kann man die Tabletten- oder Insulindosis wesentlich verringern.
Das ist wichtig, da diese Medikamente auf Dauer Nebenwirkungen wie Leberschädigungen oder Beeinträchtigung der Nierenfunktion haben. Verbunden ist es mit einer Umstellung des Patienten hin zu gesunder Lebensführung (Lebensdiätetik) und mehr Eigenverantwortlichkeit für die eigene Gesundheit.
Das nächste Heilfasten findet vom 6.3.-12.3.2004 statt.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter :
http://www.d-f-a.de
http://www.fasten.de
http://www.fasten-wander-zentrale.de
http://www.buchinger.de






