
Bild: Prajnaji
Prajnaji zählt mit ihrem lateinamerikanischen Temperament ganz sicher zu den ungewöhnlichen Satsanglehrern in der traditionellen Linie von Ramana und Papaji. Prajnaji bringt uns ihre großartige Vision, dein Leben von den Fesseln des Verstandes zu Befreien.
Interview. Die Fragen stellte Christian Schilling.
iLiebe Prajnaji, Du bist ein Kind Panamas, was bewegt dich, hinaus in die Welt zu gehen und nach Deutschland zu kommen?
Prajnaji: Im Alter von drei Jahren wusste ich, dass es meine Bestimmung ist, nach Europa zu kommen. Im Dschungel Panamas hatte ich schon mit sieben Jahren Visionen von Schlössern und Burgen, die es dort nicht gab und wusste, dass ich zu all diesen Plätzen irgendwann einmal reisen werde. Ich hatte eine göttliche Eingebung und habe mit sechs Jahren in meinem tiefsten Inneren gespürt, dass ich bestimmt war, Panama zu verlassen. Ich habe den Leuten gesagt, dass etwas größeres existiert, als das „ich“. Von der Tradition her war es bei uns so, dass die dritt geborene Tochter die Aufgabe hat, die Familie und die Mutter zu unterstützen. Ich habe meiner Mutter erklärt, dass Gott mich ruft und dass ich den Menschen zeigen muss, dass Gott existiert. Aber die Menschen in Panama hatten keine Ahnung, wovon ich spreche, vor allem als ich über Europa geredet habe. Ich habe ihnen gesagt, dass Leute zusammen kommen werden, und dass ich ihnen erzähle werde von diesem Sein, von dieser Existenz. So hat alles angefangen, im Alter von drei Jahren.
Und wie gefällt es Dir in Deutschland?
Prajnaji: Deutschland ist zu meinem Heimatland geworden. Ich lebe hier seit 1994 und fühle mich hier sehr wohl. Jedoch war es ein langer Prozess, die Deutschen lieben zu lernen. Ich wurde im Alter von 15 Jahren in Panama von einem deutschen Nazi vergewaltigt. Daraufhin hat mich meine Familie vor die Tür gesetzt. Es war ein sehr langer Prozess für mich, mit Liebe zu vergeben. Erst als ich Papaji (Sri H.W.L. Poonja) traf und er mich vorbereitete, nach Deutschland zu gehen, da sagte ich JA. Was hätte ich sonst sagen können.
Wie bist Du zu DEM geworden, was Du jetzt bist? Hast du besondere Gaben, Schulungen, Meister, Einweihungen?
Prajnaji: Von Anfang an hörte ich die Stimme Gottes. Ich nannte diese Stimme Decke, denn wenn ich die Stimme hörte, hatte ich das Gefühl, von ihr eingehüllt zu werden. Oft empfand ich ein extatisches Gefühl und dann sagte die Stimme, ich habe dich gewählt, und ich werde dich schicken, um das weiter zu sagen was ich dir zeigen werde. Sieh Dir nicht ihre Gesichter oder ihre Titel oder ihre Positionen im Leben an, sondern sieh nur ihr Herz, denn im Herzen ist die Wahrheit des Geistes. Ich wusste von Anfang an, dass ich bestimmt war, ein Sprachrohr für die Bewusstheit oder für Gott zu sein. Dieser Prozess hat Jahre gebraucht, denn nach dem sexuellen Missbrauch habe ich es abgelehnt, etwas mit Gott und dieser Stimme zu tun zu haben.
Im Alter von sieben bis dreizehn hatte ich den Meister Jesus, der mich über Liebe und Vergeben gelehrt hat und mir zeigte, wie ich darüber hinaus gehen kann, über das was jetzt ist, und fähig zu sein, nicht die Dinge zu sehen die jetzt da sind, sondern das Versprechen Gottes zu sehen. So habe ich gelernt, mit Vertrauen fähig zu sein, meine Bestimmung zu erkennen.
Und wie ist Dir Jesus begegnet?
Prajnaji: Als ich sieben Jahre alt war hat meine Mutter Wäsche für reiche Leute gewaschen. Wir schliefen in ärmlichen Verhältnissen auf dem Boden. Meine Mutter bügelte als ich plötzlich aufwachte und diesen Mann sah. Dann sagte ich zu meiner Mutter, schau, hier ist ein Mann und er hat Löcher in seinen Händen. Meine Mutter sagte, schlaf weiter, denn sie sah ihn nicht. Ich sagte, er spricht mit mir, er gibt mir einen Schal. Das war so ein Schal, den die Mütter in Israel tragen um sich selbst zu umhüllen. Dann fragte er mich, möchtest Du die Mutter meiner Kinder sein und da ich noch so jung war, schaute ich ihn an und dachte, vielleicht werde ich ihn heiraten. Ich hatte keine Ahnung was es bedeutet, dass so ein Wesen zu mir kommt und es war sehr natürlich wenn er zu mir sprach. Und deswegen sagte ich absolut JA, ich will die Mutter Deiner Kinder sein. Er zeigte mir, wie es ist hier auf der Erde zu sein, warum wir hier sein sollen, in diesem Königreich Gottes. Und dazu sagte ich JA, absolut JA.
Wie verhält sich Deine Familie – früher und jetzt?
Prajnaji: Meine Familie hielt mich zuerst für verrückt oder krank als ich ihnen von Jesus erzählt habe und meine Mutter wollte nicht, dass ich mit ihm rede. Aber heute weiß meine Familie, dass Dinge die ich gesehen habe, auch eingetroffen sind. Ich helfe bei einem Projekt in Panama, das gegen Kinderprostitution arbeitet und unterstütze verschiedene Kirchen.
Welche Unterschiede kannst Du feststellen zwischen Deinem Volk und z.B. Europa?
Prajnaji: In meiner Kultur ist der Verstand nicht so sehr ausgeprägt und die Leute leben sehr im Moment. Sie denken nicht so sehr über spirituelle Dinge nach aber sie haben ein festes Glaubenssystem. Sie glauben, dass es einen Gott gibt. Und sie glauben daran, dass indem sie ihre Sorgen Gott übergeben, sie Freiheit erreichen. Sie glauben an etwas. In Europa sind wir anders entwickelt. Wir haben mehr Technik aber wir haben den Kontakt verloren mit dem, was sich jenseits des Verstandes befindet. Wir sind diejenigen geworden, die kreieren. Und das ist gefährlich, denn wenn das Ego so auf das Ich konzentriert wird, kann diese Egozentriertheit das Leben zerstören. Das Leben ist mehr als Verstand. In früherer Zeit gab es auch in Europa ein Glaubenssystem und den Glauben an Gott. Es sieht so aus, als hätte die Generation nach dem Krieg diese Verbindung verloren. Aber ich glaube daran, dass es ganz langsam eine Bewegung gibt, wo Erwachen stattfindet. Die Leute denken, dass dies in Westdeutschland ist, aber ich kann das noch viel stärker in Ostdeutschland sehen. Dort findet etwas statt, wie so eine kleine Stimme.
Und noch etwas: vor drei ein halb Jahren hat der Geist Gottes mir gezeigt, dass er eine Frau aussuchen wird als Kanzlerin für dieses Land. Ich empfing den Namen Angela. Und da ich nichts mit Politik zu tun habe fragte ich Leute in meiner Umgebung, wer Angela ist. Mir wurde gesagt, sie ist eine Politikerin und drei Jahre lang sagte mir der Geist Gottes, als ich gebetet und meditiert habe, bring sie in die Gegenwart Gottes. Es werden Veränderungen stattfinden und so habe ich mich mehr damit beschäftigt, zu beten und zu meditieren damit dieses Bewusstsein in den Verstand der Ostdeutschen kommen kann. Angela wird eine Zeitspanne von 10 Jahren haben, wo eine große Transformation in Europa stattfinden kann. Sie wird mit der Wirtschaft beschäftigt sein und am Anfang werden die Leute nicht an sie glauben aber wir sollen sie unterstützen. Es wird eine Zeit kommen, wo es Frieden geben wird. Wenn ich von Frieden spreche, dann spreche ich von Gnade, die über Deutschland stehen wird. Und das habe ich empfangen.
Wann kommst Du zu uns nach Ostdeutschland?
Prajnaji: Ich beginne vom 30. Juni bis 1. Juli in Greiz. Der letzte Termin ist vom 21. bis 22. August in Bad Sulza. In jeder Stadt beginne ich mit einem öffentlichem Abend Satsang um 19.30 Uhr. Am zweiten Tag haben wir morgens um 11 Uhr einen Gruppen Satsang mit Fragen und Antworten und abends um 19 Uhr gibt es einen Satsang mit Energieübertragung. Einzelsitzungen sind auch möglich. Genauere Informationen sind auf der Website zu finden: www.prajnaji.de.
Ich habe gehört, in Leipzig gibt es ein ganz besonderes Programm? Über die sieben Gesetze des Erfolges?
Prajnaji: Wenn ich über das Gesetz von Erfolg spreche, dann meine ich das Gesetz der Natur. So wie die Menschen auf dieser Welt Gesetze haben, so gibt es auch auf der göttlichen Ebene Gesetze. Deshalb werde ich über die sieben Gesetze des Erfolges sprechen. Ich werde prüfen, auf welcher Stufe ihr euch befindet und ich werde eure Hindernisse anschauen, die euch davon abhalten, das zu erfüllen oder zu erhalten wofür ihr gekommen seid. Diese können eure alten Programme sein, die ihr immer wieder abspielt, alte Muster, die ihr immer wiederholt, oder Traumas die stattgefunden haben. Jeder Einzelne weiß, dass er auf die Erde gekommen ist, um eine Vision zu erfüllen. Aber vielleicht ist etwas passiert, so dass die Stimme des Verstandes dem Selbst verboten hat, Liebe zu empfangen oder auch das zu sein was einem bestimmt ist. Zum Beispiel wusste ich, dass ich nach Europa kommen sollte, ich wusste, dass ich nicht in meiner Kultur bleiben sollte. Viele Dinge die stattgefunden haben, sagten mir, dass das nicht sein kann. Also musste ich sehen, dass das eine Bestimmung ist, die ich erfüllen soll. Aber alle Freunde und meine Familie um mich herum sagten, dass das nicht möglich ist. Bis ich ein erleuchtetes Wesen traf, das war Papaji (Sri H.W.L. Poonja) . Er sagte mir, du bist nicht verrückt. Es ist wahr, dass du gehen sollst um den Menschen zu zeigen, wie sie erwachen und es möglich zu machen, das Wissen für Bewusstheit bereitzustellen.
Es gibt zwei Ebenen, die wichtigste Ebene zu allererst, ist zu wissen, wer du bist. Wenn du weißt wer du bist und für was du hier bist, dann wird sich genau das erfüllen und das Leben selbst wird dich in diesem Prozess unterstützen. Was auch immer du erfüllen sollst, es wird dir gegeben werden. Viele Leute erfüllen ihre Bestimmung nicht, weil sie wischi waschi sind oder sie tun so als wüssten sie nichts oder sie spielen Mensch sein. Wir sind nicht menschlich, wir sind spirituelle Wesen die hierher gekommen sind, um uns selbst zu erkennen. Aber in diesem Prozess, zum Beispiel in meinem Fall, wurde alles was ich gebraucht habe zur Verfügung gestellt, weil ich in Gehorsam den Weg gegangen bin. Ich hatte dieses große JA. Wenn du ein großes JA aussprichst, dann ist die Zunge der Schlüssel um deine Bestimmung zu erfüllen. Die meisten Leute sagen, ich habe nichts, also kreieren sie das „ich habe nichts“. Meine Arbeit der sieben Gesetze des Erfolges ist dafür da, den Leuten bewusst zu machen, dass der Schlüssel den wir benutzen, sei es negativ oder positiv, deine Bestimmung kreieren wird. Darum geht es bei dem Gesetz des Erfolges.
Wenn wir unsere Bestimmung erfüllen, bemuttert uns das Leben. Wenn wir vertrauen und daran glauben, bekommen wir alles was wir brauchen. Das ist kein Geheimnis. Ich bin nicht privilegierter als andere. Beim großen JA gibt es kein Klagen. Wenn du dich beschwerst und deine Worte wie Befehle ausgibst, wirst du genauso negativ auch handeln. Wenn du aber JA sagst, dann folgt eine göttliche Kraft. Leute erfahren um mich herum kleine Wunder, denn nur das JA ist der Schlüssel für diese Erde.
Ich habe gehört, dass Du Kontakt mit Ramana hattest und mich würde interessieren, ob Du noch mit ihm in Kontakt bist?
Prajnaji: Ja, als Ramana mir erschien, kannte ich diesen Weg der Spiritualität noch nicht. Ich war müde geworden, auf dieser Erde zu sein und ich dachte gerade darüber nach, katholische Nonne zu werden. Ich hatte noch einen Monat Zeit, diese Entscheidung zu treffen, da lud mich ein Freund nach Indien ein. In der ersten Nacht dort erschien mir ein Mann im Lendenschurz, der in das Hotelzimmer kam. Und das hat mein ganzes Leben verändert. Er gab mir die Shiva Einweihung. Ich habe diese Einweihung nicht von einem Menschen bekommen, sondern von Ramana Maharshi der mir physisch erschienen ist. Natürlich wusste ich gar nicht was ich da empfange, ich dachte, ich bin verrückt. Aber als ich dann Papaji getroffen habe, zeigte er mir sein Tagebuch Er hatte darin ein Bild von mir gezeichnet, schon bevor ich zu ihm gekommen bin. Es war eine Frau so wie ich, mit lockigen Haaren, und er hat mich beschrieben, z.B. was ich gerne esse. Da fragte ich ihn, woher er mich kennt. Er sagte, der Meister hat dich geschickt. Du sollst vorbereitet werden, denn eines Tages wirst du nach Deutschland gehen und so bin ich hier gelandet. Wegen Ramana Maharshi. Ja ich bin mit ihnen in Kontakt. Ich nenne Ramana meinen Rechtsanwalt. Für mich ist es ganz normal, auf die andere Seite zu gehen oder dass sie zu mir auf meine Seite kommen. Weil ich keine Angst davor habe. Ich sehe sie, wie sie kommen, um mir beizustehen und mir helfen, meine Aufgabe hier zu erfüllen. Manchmal erhalte ich Informationen von Ramana Maharshi, manchmal von Mutter Maria oder Jesus, meinem Meister, und ich bin sehr offen, denn es ist leicht, seine Aufgabe zu erfüllen, wenn man in dieser Verbindung steht und diese Hilfe hat. Denk dran ich sage JA aber der Rest des Planes liegt nicht in meinen Händen. Ich muss nur JA sagen. Ich vertraue nur, dass die Arbeit, die angefangen hat, geschieht. Ich glaube einfach daran.
Kannst Du uns noch etwas von Deinen Aufgaben erzählen?
Prajnaji: Eine der Lektionen für die mich Ramana geschickt hat, ist die Überwindung der Hindernisse. Im Advaita sagt man, wenn es kein ich gibt, gibt es auch kein Hindernis. Aber im westlichen Verstand hat man nicht diese Leichtigkeit, Advaita anzunehmen, also braucht man etwas mehr. Man braucht die Klarheit, dass im Verstand Hindernisse kreiert werden, die man Blockaden nennt. Jeder Deutsche sagt, ich habe eine Blockade. „Ich habe nichts - Ich kann das nicht“. Ich bin geschickt worden, um die Hindernisse zu entwurzeln, die dich davon abhalten deine Aufgabe im Leben zu erfüllen.
Vielen Dank, liebe Prajnaji, für dieses Interview.
Satsang mit Prajnaji in Greiz am 30.06.-01.07.2006 Klinik Pro Leben Gartenweg 5-6 07973 GreizChemnitz am 05.-06.07.2006
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Veröffentlicht am 19.06.06 um 10:36 Uhr



