Die Farbe
Steine wirken durch ihre Farbe. Farbwirkungen sind uns durch die Farbtherapie bekannt. Die Farbe zeigt, wo ein bestimmter Stein wirkt, das heißt, welche Organfunktionen und damit verbundenen Prozesse im seelischen Bereich er stimuliert. Der „warme“ oder „kühle“ Charakter bestimmter Farben äußert sich auch in „wärmenden“ oder „kühlenden“ Wirkungen der Steine. Warme Farben wie Rot, Orange und Gelb wirken anregend, belebend, Blutdruck steigernd und Fieber senkend. Kalte Farben hingegen wie Grün, Blau und Violett wirken beruhigend, entspannend, Blutdruck und Fieber senkend. Auch bestimmte Organe und Systeme des Menschen können durch farbige Mineralien stimuliert werden: Rot stimuliert Blut und Herz, Orange den Kreislauf, Gelb die Verdauung, Grün Leber und Galle, Blau den Wasserhaushalt und Violett Lunge, Dickdarm, Haut und Nerven.
Die Mineralstoffe
Steine wirken durch die enthaltenen Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Calcium. Sie zeigen, wie ein bestimmter Stein wirkt, das heißt, welche Stoffwechselvorgänge er reguliert und welche seelischen Vorgänge er harmonisiert.
Die Kristallstruktur
Steine wirken durch ihre Kristallstruktur. Sie zeigt, bei wem ein bestimmter Stein wirkt, das heißt, welchen Charaktertypus und Lebensstil er anspricht. Die innere Ordnung eines Minerals, das sogenannte Kristallgitter steht in Resonanz mit bestimmten Ordnungssystemen, Verhaltensmustern und Charakterzügen des Menschen. So entspricht das wohlgeordnete, nach dem Quadrat strukturierte Kristallgitter kubischer Mineralien einem ebenso wohlgeordneten bis starren Lebensstil, der in seiner extremen Ausprägung nicht von ungefähr als „kleinkariert“ bezeichnet wird. Umgekehrt entsprechen amorphe, das heißt gestaltlose, unstrukturierte Mineralien einem spontanen, flexiblen Lebensstil mit Hang zum Chaos. Sieben Kristallstrukturen gibt es: Kubisch, tetragonal, hexagonal, monoklin, rhombisch, triklin und trigonal. Die amorphen Steine hinzugerechnet ergeben acht Varianten, denen 8 Charakter- typen des Menschen entsprechen.
Die Entstehung
„Werdend sollt ihr die Dinge betrachten“ mahnte schon Goethe, und vieles lässt sich nur verstehen, wenn man nicht nur das Endprodukt, sondern dessen ganze Entwicklung betrachtet. So auch bei den Steinen. Das Werden und Vergehen von Steinen gliedert sich in drei Phasen:
1. Die Entstehung aus Magma, 2. Die ständige Veränderung durch Verwitterung und Ablagerung und 3. Die Wandlung kurz vor der Schmelze durch Druck und Hitze. So durchlaufen auch Gesteine einen Kreislauf mit Anfang, Entwicklung und Ende, der sich aber in Jahrmillionen vollzieht.
Magmatisch gebildete Steine fördern uns beim Beginn einer neuen Lebensphase.
Sie helfen, Ideen zu verwirklichen und Anfangsschwierigkeiten zu überwinden. Durch Sedimentation gebildete Steine helfen einem, sich selbst oder bereits begonnene Projekte weiter zu entwickeln. So wie sie selbst durch Umwelteinflüsse gebildet wurden, helfen sie in Auseinandersetzungen mit der Umwelt zu bestehen und daraus zu lernen. Metamorphe Gesteine hingegen ermöglichen Begonnenes zu beenden oder Verluste zu verarbeiten. Die Entstehung des Steines zeigt, wann ein bestimmter Stein wirkt, das heißt, in welcher Lebenssituation er die besten Ergebnisse zeigt.
Anwendungen
Tragen am Körper
Die häufigste Art die Heilwirkung der Steine zu nutzen ist, sie am Körper zu tragen. Dabei ist die Wirkung bei direktem Hautkontakt des Steines am stärksten.
Leben auf Steinen
Die subtilste Anwendung von Steinen ist das Leben auf einem bestimmten Gestein. Der Boden, auf dem wir leben, übt eine starke Wirkung auf uns aus. So verwundert es nicht, dass ein Aufenthalt auf den Kanarischen Inseln gerade asthma- und rheumakranken Menschen so gut tut. Neben der salzigen Meeresluft handelt es sich bei diesen Inseln um fast reines Vulkangestein. Es wirkt stark anregend und erwärmend und hilft besonders bei Krankheiten, die - nach der Auffassung der traditionellen chinesischen Medizin – durch Kälteeinflüsse verursacht werden.
Aufstellen im Raum
Jeder Stein, der sich in einem Raum befindet, hat eine Wirkung auf die Menschen, Tiere und Pflanzen, die darin leben. So kann ein großer Rosenquarz das gesamte Raumklima harmonisieren. Er hat allerdings noch eine weitere Eigenschaft: Er verteilt die Energien des Ortes, an dem er steht, im ganzen Raum. Steht er an einer Stelle, wo sich eine Störzone befindet (Wasserader oder Elektrosmog), so verteilt er auch diese im ganzen Raum.
Steinmeditation
Einen Stein, der vor einem steht, in aller Seelenruhe zu betrachten und vielleicht auch in die Hand zu nehmen und von allen Seiten anzuschauen ist eine Steinmeditation. Diese wirkt besonders stark auf die Gefühls- und Seelenebene.
Einen Stein in den Mund nehmen
Diese Methode ist seit der „Hildegard-von-Bingen-Welle“ wieder populär geworden. Auskunft darüber, bei welchem Stein die Behandlungsmethode praktizierbar ist, gibt das „Lexikon der Heil-steine“ von Michael Gienger.
Einen Stein auflegen
Einen Stein auflegen führt im Prinzip zur gleichen Wirkung wie das Tragen eines Steines – allerdings meist kürzer und daher nicht so intensiv.
Bei der Prana-Heilung wird jeweils ein Stein auf ein Chakra gelegt. Mit der entsprechenden Anweisung dienen sie hier der Reinigung des Chakras.
Steinwasser/Steinelixier
Das Einlegen von Steinen in Wasser (über Nacht stehen lassen) und anschließendes Trinken dieses Wassers ist auch eine wirkungsvolle Methode. Gerade bei Erkältungskrankheiten, Sonnenstich und Beschwerden der inneren Organe ist diese Methode dem Steine auflegen vorzuziehen.
Edelsteinelixiere wirken intensiver. Sie werden entweder nach der Bach-Blüthen-Methode oder durch jahrelanges einlegen von Steinen in Alkohol hergestellt.
Wie finde ich meinen Stein?
Aufgrund guter Erfahrungen
Das bedeutet, ich benutze einen Stein, weil er anderen Leuten mit demselben Problem schon einmal geholfen hat.
Aus dem Gefühl heraus
Hier wird der Stein intuitiv gewählt. Ich folge meiner inneren Stimme, ob der Stein für mich richtig ist.
Durch angelerntes Wissen
Einen Stein analytisch zu bestimmen braucht viel Übung und Wissen um die Wirkung der Steine sowie Erfahrung im Umgang mit Menschen. Wie oben beschrieben werden die Wirkungen der Steine anhand ihrer Farbe, Mineralstoffe, Entstehungsweise und Kristallstruktur bestimmt. In einer Beratung wird versucht, die derzeitige Lebenssituation des Menschen möglichst genau zu erfassen und dafür den passenden Stein zu finden. In Zweifelsfällen wird die Analyse mit Hilfe der energetischen Methoden überprüft.
Den Körper fragen
Bei Unsicherheiten wird mit Hilfe energetischer Methoden die Wahl eines Steines überprüft. Dazu zählen einfache kinesiologische Methoden , die jeder nach kurzer Einführung selber durchführen kann, wie das Armdrücken oder die chinesischen Meridiantests. Für komplexere Fragestellungen können radiästhetische Mittel wie die Einhandrute oder das Pendel zu Hilfe genommen werden.
Und sonst?
Nicht zu vergessen, es gibt noch den Weg des „Zufalls“. Steine, die uns zu fallen gleich ob wir sie finden oder sie uns geschenkt werden, haben immer die Funktion uns in unserem Leben etwas zu sagen, was mit unseren ursprünglichsten Absichten und Wünschen zu tun hat. Sie sind die Zeichen des Weges, die wir erkennen sollten.
Lit.: Gienger, Michael: Lexikon der Heilsteine, Neue Erde Verlag
Gienger, Michael: Die Steinheilkunde, Neue Erde Verlag
Quellen: http://www.michael-gienger.de
http://www.pyrma.de, http://www.die-steinheilkunde.de
Stein - Farbe - Wirkungen/Entsprechungen
Amethyst - violett - Versöhnung, Wachheit, Konzentration, Frieden, Länge, Haut, Kopfschmerzen
Bergkristall - klar - Klarheit, Selbsterkenntnis, bessert das Augenlicht, senkt Fieber
Bernstein - weiß, goldgelb, braun, rot - Sorglosigkeit, sonniges Gemüt, Traditionsbewusstsein, Magen, Milz, Leber und Galle
Carneol - rot, orange, gelb, Braun - fördert Mut, Tatkraft, Standfestigkeit, Idealismus, verbessert Blutqualität, Stoffwechsel, fiebertreibend
Diamant - klar, rosa, gelb, grün, blau - Reinheit, Ordnung, Charakterstärke, Problemlösung, klare Erkenntnis, gut für Gehirn, Nerven, Sinne, Drüsen
Hämatit - grau-schwarz, silbern - spendet Kraft, Vitalität, Lebendigkeit, Wille, Dynamik, Nierenregeneration
Jaspis, rot - ziegelrot - Willenskraft, macht dynamisch und geistig rege, kreislaufanregend
Lapislazuli - lasurblau mit goldenen Einsprengseln - steht für Wahrhaftigkeit, löst einengende Verhaltensmuster und die Neigung zu Zurückhaltung und Kompromissen, Hals, Kehlkopf
Malachit - hell- bis dunkel- Grün - intensiviert Gefühlsleben, hilft bei sex. Schwierigkeiten, gegen Menstruationsbeschwerden/Rheuma, gut für Gehirn, Nerven, Galle
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