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Der keltische Jahreskreis
Autor:Anna-Maria Bloße (22.01.2003)

Jahreskreis
Jahreskreis
Die Kelten sind in der Frühgeschichte Mitteleuropas die erste Kultur, die archäologisch und geschichtlich greifbar ist. Zunächst in Mitteleuropa ansässig, expandierten die Kelten insbesondere auch auf die britischen Inseln und nach Irland. Ohne dass die keltischen Stämme eine zentrale Regierungsgewalt besessen hätten, kann man dennoch davon sprechen, dass Europa zu dieser Zeit erstmals eine gemeinsame Kultur besessen hat. Mit der Eroberung Mitteleuropas durch die Römer endete hier die Hochphase der keltischen Kultur. Der römische Einfluss in Großbritannien war dagegen nicht so stark, Irland kam überhaupt nicht unter römische Herrschaft. Mit dem Christentum kam auch die Schrift nach Irland und die ersten Mönche schrieben die Bestandteile ihrer Kultur nieder. Auf diese Art ist uns der Jahreskreis überliefert worden. Seine Feste, zum Teil christlich überlagert, haben im lokalen Brauchtum europäischer Völker bis heute überlebt.


Die Kelten lebten im Einklang mit der Natur und waren von dem Bewusstsein durchdrungen, dass die Natur als Etwas von Gott Erschaffenes Rückschlüsse zulässt auf die Natur Gottes selbst. Der keltische Jahreskreis ist ein Mittel zum Studium dieser Natur. Und weil sich viele von uns nach einer stärkeren Bindung mit der Natur sehnen und gleichzeitig auch nach spirituellem Tiefgang verlangen, ist der keltische Jahreskreis heute wieder so interessant.


Samhain (31. Oktober)

Das Wort Samhain stammt aus dem Alt-Irischen und bedeutet âEnde des Sommersâ.
Samhain ist das wichtigste keltische Fest des ganzen Jahres. Es steht am Ende der Ernte und bezeichnet den Schluss des agrarischen Jahres-Zyklus.
Zugleich beginnt der Winter und das neue Jahr.
Samhain ist traditionell die Zeit des Opfers und des Loslassens.
Symbolisch wurde im Samhainfeuer die Asche des alten Jahres verbrannt. Die Asche wurde anschließend gesegnet und dann über das Land verstreut. An Samhain schlachteten die alten Kelten und konservierten das Fleisch für den Winter.
Zu dieser Zeit ist der Schleier zwischen der sichtbaren Welt und der Anderswelt, der Welt der Ahnen, besonders dünn. Die Ahnen werden deshalb an Samhain als liebende Wesen besonders geehrt, gefeiert und eingeladen.
Man gedenkt der Verstorbenen und gibt ihnen Geschenke. Samhain markiert den ausklingenden Herbst, das Dunkel des Winters wird willkommmen geheißen und eine gewisse Zeit des Chaos, in der sich alles aufzulösen scheint, akzeptiert.

Zu diesem Zeitpunkt des Jahres geht es darum, sich zu entscheiden:
Was habe ich erreicht? Wo habe ich mich verändert? Was sollte ich loslassen?


Wintersonnenwende - Alban Arthuan (21. Dezember)

Alban Arthuan heißt âdas Licht Arthursâ. In der längsten Nacht des Jahres scheint uns die Sonne ganz zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt tiefster Dunkelheit werden jedoch das Licht und das Jahr wiedergeboren, das im Juni zur Zeit der Sommersonnenwende seinen lichtvollen Höhepunkt erreichen wird. Die Wintersonnenwende macht uns symbolisch klar, dass selbst in der dunkelsten Nacht noch im Inneren ein Stern, ein Licht leuchtet, das wir wahrnehmen können, wenn wir nur bereit sind, unsere inneren Augen dafür zu öffnen. Alban Arthuan ist ein großes, mit viel Freude verbundes Fest, bei dem rituell das Ende der Trauer über den scheinbaren Tod des Lichtes gefeiert wird. Das Wunder der Neugeburt ist geschehen, die Zeit des Chaos und der Dunkelheit gehört der Vergangenheit an. Mit tiefem inneren Staunen, mit Hingabe und mit Geschenken werden der Geist, die Stärke und die Schönheit des Lichtes gefeiert. Die Druiden feiern dieses Fest häufig im privaten Kreis, in kleiner, familiärer Runde (ähnlich wie im Christentum Weihnachten in der Familie gefeiert wird), beschenken sich liebevoll und ehren das neugeborene Jahr. Wie bei allen Festen laden sie Geistwesen, Ahnen und Götter ein, die mitfeiern und teilhaben sollen am âLicht Arthursâ.


Imbolc (2. Februar)

Zu Imbolc wird der erste Hauch des Frühlings spürbar. Dieses erste Frühlingsfest ist eine Feier zu Ehren der Göttin des Lichtes, der Poesie und der Heilung, der Göttin Brighid. Zu dieser Jahreszeit fällt noch weicher weißer Schnee, doch die ersten Lämmer werden geboren, es fließt die weiße Milch der Mutterschafe. Die Erde wird, trotz des Schnees, von den ersten wärmenden Strahlen der Sonne berührt.

Imbolc ist ein keltisches Kerzenfest. Das feine, sanfte Licht neuen Lebens wird in den Kerzen gesehen, die zu diesem Fest rituell entzündet werden. Es ist Brauch, an diesem Tag von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen eine einzelne Kerze brennen zu lassen. Das symbolische Sonnenkind, wiedergeboren im tiefsten Winter, ist nun ein zartes, lebendiges Kleinkind. Zu Imbolc werden die Mütter geehrt. Dankbar wird derer gedacht, die uns Leben gaben.

Die keltische Göttin Brighid besitzt neben dem poetischen sanften Aspekt auch überaus kraftvolle, reinigende, feurige Qualitäten und gibt uns deshalb die Möglichkeit, unsere Seele zu reinigen, zu klären, zu formen. Sie hilft uns durch das Feuer der Inspiration, Träume über das Jahr zu manifestieren.


Ostara (21. März), Frühjahrstagundnachtgleiche - Alban Eiler

Zur Zeit der Frühlingstagundnachtgleiche, Alban Eiler, ist der Frühling sichtbar geworden. Blumen sprießen, das âLicht der Erdeâ (das ist die Übersetzung von Alban Eiler) wird gefeiert. Diese Licht wächst von Monat zu Monat weiter bis zum 21. Juni.
Die Sonne tritt in das Zeichen des Widders, Tag und Nacht sind gleich lang. Häufig ringen wir zu dieser Jahreszeit, die mit ihren Einflüssen starke Energien in uns wecken kann, um innere Balance. Alles drängt nach außen.

Alban Eiler ist ein freudiges Fest voller Lachen und Fröhlichkeit. Es ist das keltische âVogelfestâ des Frühlings. Die Kelten gingen in der Morgendämmerung hinaus, um nach der Rückkehr der Zugvögel Ausschau zu halten. Eier und Küken als Bestandteil des Feierns von Alban Eiler symbolisieren diese alte Verbindung der Druiden zu den Vögeln. Das Ei ist ein Symbol für Wiedergeburt und Fruchtbarkeit. Man bemalte die Eier mit Symbolen von Wünschen, die sich in diesem Jahr erfüllen sollten. Gefärbte Eier wurden hergestellt, indem man diese, eingewickelt in Blätter, Wurzeln, Blumen und Borke, gekocht hat. Der Hase, heute als Osterhase gebräuchlich, ist ebenfalls aufgrund seiner sprichwörtlichen Vermehrung (Karnickel), ein Fruchtbarkeitssymbol.


Beltane (1. Mai)

Beltane bedeutet Licht und Feuer, das erste Sommerfest unbändiger Lust und Leidenschaft. Es ist das Fest der Fruchtbarkeit. Der Wunsch nach Kindern, nach fruchtbarem Land, fruchtbaren Tieren und fruchtbaren Träumen der Seele rückte in das Bewusstsein der Feiernden. Im Mai lebt die Erde auf, die Luft ist von Blütenduft erfüllt, die Wälder sind wieder grün. Uralt sind die Fruchtbarkeitsriten, die zu Beltane die Vereinigung des Männlichen mit dem Weiblichen feiern.

Zu diesem Zeitpunkt wurde auch den heiligen Brunnen und Quellen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Sie stellten die weiblichen Organe der Erde mit ihren Leben spendenden und heilenden Eigenschaften dar. Die Erdgöttin wurde von den Kelten und auch von vielen anderen alten Völkern als natürliche Gefährtin des Sonnengottes gesehen, da beide Leben schenken.


Litha (21. Juni), Alban Heruin â Sommersonnenwende

Zu Alban Heruin werden der kraftvolle, starke Ausdruck der Vitaliät und die männliche, nach außen gerichtete Energie geehrt und gefeiert. âAlban Heruinâ heißt âLicht der Küsteâ; zu diesem Zeitpunkt erreicht die Kraft der Sonne ihr Maximum, wir erleben den längsten Tag des Jahres. Während es bei der Wintersonnenwende vorwiegend um Tod, Wiedergeburt und Hoffnung geht, dreht es sich bei der Sommersonnenwende um Reichtum und Kraft.

Diese Feier der Druiden ist die komplexeste und gleichzeitig in der Öffentlichkeit bekannteste. Sie beginnt zu Mitternacht mit einer Eröffnungszeremonie. Darauf folgt eine Nachtwache, bei der die Teilnehmer im Kreis um das Sonnenwendfeuer sitzen. Während der Nachtwache wird die Kraft des Sonnenkönigs gepriesen, was oft in einem Mysterienspiel von Teilnehmern der Zeremonie dargestellt wird. Danksagungen und Widmungen an die Kraft und Glorie der Sonnenwesen folgen. âEisteddfodsâ werden abgehalten. Diese beinhalten Gesänge, Musik, Tanz, Poesie und Lesungen.


Lughnasadh (1. August)

Lughnasadh, das âFest des Lughâ, markiert den Beginn des spürbar werdenden Abstieges der Sonne hinein in die Dunkelheit des Winters.
Lughnasadh markiert den Beginn der Erntezeit, Korn und Heu werden eingefahren. Es ist die Zeit, zusammenzukommen und zu feiern. Nach Druidenbrauch wird zu diesem Zeitpunkt geheiratet, wobei eine Art Ehe auf Probe möglich ist, die - wenn beide Ehepartner zu dem Schluss kommen, dass sie doch nicht ihr weiteres Leben zusammen verbringen wollen - ein Jahr später zur selben Zeit aufgehoben werden kann.
Die Sonne steht im Zeichen des Löwen, die Sonnenkraft wird in dem nun gelben Korn verehrt. Die Arbeit der Ernte steht an - all das, was man gesät hat, kann jetzt geerntet werden, die Zeit des Wachstums ist beendet.
Kornmänner und Strohfiguren werden errichtet, Quellen geschmückt, Pferderennen und Spiele veranstaltet. Das große abschließende Erntefest wird in sechse Wochen zum Herbstäquinox gefeiert werden.


Mabon (21.September), Alban Elued - Herbst-Tagundnachtgleiche

âAlban Eluedâ bedeutet âLicht des Wassersâ. Es ist das zweite der Erntefeste und markiert das Ende der Erntezeit, so wie zu Lugnasadh der Erntebeginn eingeläutet wird.
Tag und Nacht sind gleich lang. Bei den Riten zu Alban Elued werden Gaben verschenkt und die Menschen danken der Erde und der Muttergöttin für die Früchte des Jahres. In der Natur des Festes liegt auch der Rückzug und das Zusammenrücken von Familie und Freunden. Alban Elued bietet die letzte Gelegenheit, Geschäfte des Sommers zu erledigen, damit die dunkle Jahreszeit als Zeit der Reflektion und des Friedens verbracht werden kann.



Autor:Anna-Maria Bloße (22.01.2003)

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