machen... In China hat man bereits vor mehreren tausend Jahren gewusst, dass es bei der Ernährung vor allem auf den energetischen Gehalt der Nahrung ankommt und sich deshalb vorwiegend von gekochter Nahrung ernährt.
Generell gilt: Heiße Nahrungsmittel schützen vor Kälte, denn Knoblauch, Pfeffer, Chili, hochprozentiger Alkohol etc. haben eine erhitzende, Yang steigernde Wirkung auf den menschlichen Körper und beugen einem Kältezustand im Körper vor. Fehlt dem Körper aufgrund der kalten Witterung oder durch das Zuführen kalter Nahrungsmittel die Wärme, wird die Funktionsfähigkeit der Organe vermindert und es kann zu einer Stagnation des Qi kommen. Ein Glühwein oder ein Grog vor dem Schlafengehen getrunken, hat schon so mancher Erkältung einen Strich durch die Rechnung gemacht... Trinkt man den Alkohol jedoch, bevor man in die Kälte hinausgeht, erreicht man das genaue Gegenteil, denn der scharfe Geschmack öffnet die Poren und lässt die Kälte erst recht in den Körper eindringen.
Wie bei allem kommt es jedoch auch hier auf die Dosierung an – ein Zuviel an heißen Nahrungsmitteln kann zu einem Yin-Mangel und dem Austrocknen der Säfte führen.
Köstliche Rezeptideen zur Advents- und Weihnachtszeit nach den fünf Elementen
Die Tage werden immer kürzer, das Laub hat sich von den Bäumen verabschiedet und die Menschen ziehen sich in Ihre warmen Behausungen zurück. Das ist die ideale Zeit zum gemütlichen Beieinandersitzen, Kerzen anzünden, Tee trinken und Gebäck knabbern.
Der süße Geschmack nährt, harmonisiert und befeuchtet den menschlichen Organismus. Er entspannt bei emotionalen Disharmonien und bei Stress. Nicht umsonst gelten Süßigkeiten als ‚Nervennahrung’, zu der man besonders häufig in angespannten und hektischen Situationen greift. Im Gegensatz zu allen anderen Geschmacksrichtungen könnte sich der Mensch komplett von süßen Nahrungsmitteln ernähren, ohne dass sein Körper dabei aus dem Gleichgewicht kommt. Das gilt allerdings nur für natürlich süße Nahrungsmittel wie Getreide oder Obst. Das von uns zumeist konsumierte industriell gefertigte Naschwerk mit weißem Zucker und weißem Mehl bewirkt eher das Gegenteil, denn gerade weißer Zucker ist ein echter Energieräuber – süß ist eben nicht gleich süß!
Gerade in der Adventszeit hat man/frau aber besonders Appetit auf die süßen Leckereien aus der Weihnachtsbäckerei – Plätzchen und Co. haben einen festen Platz in den Wochen vor dem Jahreswechsel und man mag einfach nicht darauf verzichten. Aber wer sagt denn, dass es nicht auch köstliche Rezepte gibt, die nicht aus ungesunden und thermisch kalten Zutaten bestehen und unserem Organismus das geben, was er in der feucht-kalten Adventszeit braucht...
Knabbertaler
200 Gramm getrocknete Aprikosen (E), 100 Gramm gemahlene Mandeln oder Haselnüsse (E), 80 Gramm blütenzarte Haferflocken (M), 1 EL Honig (E), 1 TL Zimt (M), geriebene Schale einer unbehandelten Orange (H), Kristallsalz (W)
Aprikosen in 4 Tassen heißem Wasser 1-2 Stunden einweichen.
Flüssigkeit abgießen, 4 EL wieder dazugeben und pürieren. Mandeln, Honig und Zimt dazugeben. Haferflocken in einer Pfanne ohne Fett anrösten und nach dem Abkühlen dazugeben. Eine Prise Salz und die Orangenschale hinzufügen, das Ganze gut verrühren und dann
portionsweise zu kleinen Kugeln formen.
Schoko-Mandel-Makronen
3 Eiweiß (E), 200 Gramm Rohrzucker (E), Vanillemark einer ½ Vanillestange (E), 250 Gramm gehackte Mandeln (E), 125 Gramm geraspelte Zartbitterschokolade (F), 2 EL kernige Haferflocken (M), einige Spritzer Zitronensaft (H), Salz (W)
Eine Prise Salz mit Zitronensaft, einem EL warmen Wasser, Vanillemark und Eiweiß zu einer schaumigen Masse aufschlagen. Zartbitterschokolade, Mandeln und angeröstete Haferflocken unterrühren und mit dem Teelöffel Häufchen aufs Backblech setzen. Bei 180 Grad (Umluft) für etwa 15 Minuten im Ofen trocknen lassen und nach dem Auskühlen in einer Blechdose zusammen mit einer Apfelspalte aufbewahren (so bleiben die Makronen schön weich!).
Punsch-Küsschen
¼ Liter kräftiger Rotwein (F), Saft und Schale einer unbehandelten Orange (H), 100 Gramm Butter (E), 80 ml Ahornsirup (E), Vanillemark einer ½ Vanillestange (E), 200 Gramm Dinkelvollkornmehl (H), 2 gestrichene TL Backpulver (E), 2 Eier (E), 3 gehäufte EL Kakao (F), 40 Gramm gehackte Haselnüsse (E), 40 Gramm geraspelte Zartbitterschokolade (F), 1 TL Zimt (M), je ein ½ TL gemahlene Nelken (M), Ingwer (M), Kardamom (M) und Sternanis (M), 125 Gramm Nougat (E) in 50 kleine Würfel geschnitten, Kakao zum Bestreuen, etwa 50 Papierbackförmchen.
Orangensaft- und Schale mit Rotwein aufkochen und um die Hälfte einkochen lassen (dauert etwa 15 Minuten). Butter, Ahornsirup und Vanillemark schaumig rühren, Mehl, Backpulver und Eier dazugeben und das Ganze mit dem Kakao und Rotweinpunsch zu einem Teig verrühren. Raspelschokolade, Haselnüsse, Gewürze und eine Prise Salz dazugeben und den Teig in einen Spitzbeutel mit glatter Tülle füllen.
Je einen Tupfen Teig in die Papierbackförmchen spritzen, einen Würfel Nougat hineindrücken und mit einem weiteren Teigtupfen bedecken. Punschküsschen bei 170 Grad (Umluft) oder 200 Grad (normaler Herd) etwa eine Viertelstunde backen und nach dem Abkühlen mit Kakao bestäuben.
Gewürzpunsch mit Umdrehung für besonders kalte Abende
1 Liter Rotwein (F), ½ Liter frisch gepresster Orangensaft (H), 1 Zimtstange (M), 2 EL Vanillezucker (E), 6 zerstoßene Kardamomkapseln (M), 1 Prise Kristallsalz (W)
Orangensaft und Rotwein in einem Topf mit den restlichen Zutaten erhitzen (nicht kochen!) und etwa 20 Minuten ziehen lassen. In Tassen oder Gläsern mit einer Prise Zimt servieren!
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