Durch ungesunde Ernährung, zu großen Genussmittelkonsum und Alltagsstress leiden heute immer mehr Menschen an einer geschädigten Darmflora. Schädigenden Pilzformen (Mykosen) siedeln sich in der Darmschleimhaut an und können über die Blutbahnen auch andere Organe schädigen. Die Aloe Vera enthält antimykotische Substanzen, die Pilzinfektionen hemmen und helfen, die natürliche Darmflora wieder herzustellen. Einen positiven Einfluss hat die Aloe Vera ebenso auf den gesamten Verdauungsstoffwechsel. Die für die Aufspaltung der Nahrung, Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, benötigten Enzyme werden durch Wirkstoffe der Aloe Vera vermehrt und aktiviert. Regelmäßige kleinere Gaben von Aloe Vera helfen, den Stoffwechsel auszugleichen. In akuten Fällen von Durchfall oder Blähungen können stündliche Gaben von homöopathischen Aloe-Vera-Globuli bzw. Aloe-Vera-Trinksaft Abhilfe schaffen.
Stillkinder können durch zu scharfe oder säurehaltige Ernährung der Mutter rasch einen wunden Po mit unangenehmen und nässenden Pusteln bekommen. Auch andere Kleinkinder bleiben davon nicht verschont, wenn sich im feuchten, luftundurchlässigen Windelklima Bakterien und Pilze auf der empfindlichen Babyhaut ansiedeln. Hier bringt regelmäßig aufgetragenes Aloe-Vera-Gel Linderung. Vorbeugend kann die Haut nach jedem Reinigen mit einem in Aloe-Vera-Öl getauchten Wattebausch abgerieben werden.
Schönheit und Schutz für Haut und Haar
Zahlreiche Hautprobleme, wie beispielsweise die vor allem von Jugendlichen so gefürchtete Akne, stehen im engen Zusammenhang mit den bereits geschilderten Störungen im Stoffwechsel. Ein Teil der Körpergifte wird über die Haut ausgeschieden, wenn die Verdauung nicht richtig funktioniert. Hier können die Wirkstoffe der Aloe Vera an gleich zwei Stellen ansetzen: Zum einen regt die innerliche Anwendung den natürlichen Ausscheidung- und Entgiftungsprozess des Körpers an. Zum anderen hilft das Aloe-Vera-Gel aus dem Frischblatt oder als Fertigpräparat, die Haut zu desinfizieren und die Wundheilung zu beschleunigen. Schmerzen und Juckreiz können gelindert und hässliche Narben verhindert werden. Das Aloe-Vera-Gel oder eine gute Aloe-Vera-Feuchtigkeitslotion sollte ein bis zwei mal täglich nach einer gründlichen Reinigung der Gesichtshaut aufgetragen werden. Zusätzlich empfiehlt sich zur Darmregulierung und Entschlackung eine langfristige Nahrungsergänzung mit Aloe-Vera-Saft.
Bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenfläche hat sich eine Behandlung mit Aloe Vera zwar nicht als alleinig heilend, doch als wirksame Unterstützung einer naturheilkundlichen Behandlung erwiesen. Geschädigte Hautpartien sollten über mehrere Wochen am besten mit dem frischen Blattgel behandelt werden. Auch hier unterstützt eine zusätzliche innere Anwendung mit dem Saft der Pflanze den Heilungsprozess.
Kleinere Hautverletzungen, wie Schnitt- und Schürfwunden, Fußblasen oder Insektenstiche, aber auch Operationsnarben heilen schneller, wenn sie mit dem Blattgel eingerieben werden. Gleiches gilt für den alljährlichen Sommersonnenbrand oder für andere Verbrennungen. Die Wirkstoffe der Pflanze helfen, das geschädigte Gewebe zu regenerieren und beugen Entzündungen vor. Wichtig ist, dass der betreffende Hautbezirk vor der Behandlung gründlich gereinigt und abgekühlt ist. Fußblasen werden vorsichtig mit einer sterilen Nadel angestochen, damit die Wundflüssigkeit austreten kann. Danach wird das Aloe-Vera-Gel mehrmals großzügig auf die betroffene Stelle aufgetragen und diese wenn nötig mit einem Pflaster abgedeckt. Besser heilt sie jedoch an der Luft.
Umwelteinflüsse und chemische Behandlungen strapazieren Kopfhaut und Haar heute immens. Auch hier kann die Aloe Vera einiges leisten. Ihre Wirkstoffe stärken die Haarstruktur und helfen, die Kopfhaut zu regenerieren. Übermäßiger Schuppenbildung wird vorgebeugt und zu weit geöffnete Kopfhautporen verengen sich. Sinnvoll ist es, Haar und Kopfhaut regelmäßig eine Haarpackung mit Aloe-Vera-Gel zu gönnen, da die Einwirkzeit von Haarshampoos auf Aloe-Vera-Basis zu kurz ist.
Aloe-Vera-Haarpackung:
Zutaten: ½ Tasse kaltgepresstes Oliven- oder Sesamöl, 1 Eigelb, 3 EL frisches oder stabilisiertes Aloe-Vera-Gel
Zubereitung und Anwendung: Frischblattgel fein hacken, alle Zutaten gut verrühren und auf die Kopfhaut auftragen. Mindestens 15 Minuten bis mehrere Stunden einwirken lassen. Während dieser Zeit den Kopf in ein angewärmtes Handtuch hüllen. Anschließend die Haare mit einem milden Shampoo gut auswaschen.
Hilfe bei Allergien
Immer mehr Menschen werden heute von einer Vielzahl verschiedenster Allergien geplagt, ihr Immunsystem antwortet auf kleinste Mengen allergieauslösender Stoffe mit einer überschießende Abwehrreaktion. Die Aloe Vera bietet eine Möglichkeit, auf sanfte Art das Immunsystem in ein Gleichgewicht zu bringen. Die Pflanze enthält Fettsäuren, die in der Lage sind, die Allergenaufnahmetoleranz zu erhöhen. Das Immunsystem reagiert erst dann wieder allergisch, wenn die Toleranzgrenze erreicht ist. Auch hier empfiehlt sich eine über mehrere Monate andauernde Nahrungsergänzung mit dem Saft der Aloe Vera, die zusätzlich kombiniert werden kann mit anderen Naturheilmitteln, wie z.B. Schwarzkümmelöl.
Unterstützende Funktion bei Immunschwächeerkrankungen und Krebs
Die Wirkung von Aloe-Vera-Saft wird bereits seit einigen Jahren in der begleitenden Behandlung solch schwerwiegender Erkrankungen, wie Krebs oder Aids beobachtet. Seine unterstützende Wirkung auf menschliche Abwehrkräfte hilft dem Körper, die Nebenwirkungen von Chemotherapie oder Strahlenbehandlung zu mildern und das geschwächte Immunsystem zu regenerieren. Zudem stimulieren die Wirkstoffe der Pflanze die Tätigkeit der Fresszellen, sodass Krankheitskeime und auch Krebszellen schneller unschädlich gemacht werden können. HIV-Patienten berichteten, dass sich ihr körperlicher Zustand durch die Einnahmen von Saft der Aloe Vera deutlich verbesserte, Fieber ließ nach und sonst ständig ausbrechende Krankheiten traten weniger häufig auf. Gerade in diesem Bereich bietet die Pflanze noch ein großes Forschungspotential, handelt es sich doch um Krankheiten der jüngeren Menschheitsgeschichte, bei denen man nicht auf Erfahrungen und Wissen vergangener Jahrhunderte zurückgreifen kann. Moderne Forschungsmethoden sind gefragt, denn noch längst sind nicht alle Geheimnisse der Wüstenlilie gelüftet.
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