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AFA-Alge, Spirulina und Co.
Autor:Christiane Thomas (24.06.2003)
Nahrung aus dem Wasser oder Modetrend aus Amerika?
In den vergangenen Jahren machten Lebewesen auf sich aufmerksam, die man zu Recht als die ältesten auf unserer Erde bezeichnen kann. Zunächst unter Insidern, später größere Kreise ziehend sprach es sich herum, dass bisher fast unbeachtete Algen für die Ernährung des Menschen eine bedeutende Rolle spielen könnten. Namen, wie Spirulina, Chlorella und neuerdings AFA-Alge machten die Runde. Doch was ist dran an dem plötzlichen Interesse für dieses für uns Mitteleuropäer doch ungewöhnlichen Nahrungsmittel?
Der besondere Wert der zu den Pflanzen zählenden Algen ist keine Entdeckung unserer Zeit. Bereits vor ca. 4000 Jahren behandelten chinesische Ärzte Vitaminmangelerscheinungen mit Algen. Seit mehreren Tausend Jahren dienen Algen im Orient als Verdauungshilfe, Stärkungsmittel und natürliches Antibiotikum. In den asiatischen Ländern sind Algen außerdem als nebenwirkungsfreies Aphrodisiakum beliebt. Generell kann man feststellen, dass uns die asiatische Welt in Sachen Algenkost weit voraus ist. In Japan werden jährlich etwa 300 000 Tonnen Algen verspeist. Ist es Zufall, dass gerade die Japaner die höchste Lebenserwartung unter den Industrienationen besitzen? Namen, wie Nori, Arame, Hijiki-Algen oder Kombu-Algen sind in unseren Breiten auch jetzt noch nur wenigen Algenliebhabern ein Begriff. Ursache könnte die zunehmende Verschmutzung der Meere und der zu hohe Salz und Jodgehalt der Meeresalgen sein. Dafür tauchten nun auch in Europa neue Namen auf: Spirulina, Chlorella und auch AFA-Alge sind Süßwasseralgen, die teilweise künstlich gezüchtet werden, im Falle der AFA-Alge auch in absolut unbelasteter Umgebung leben. War der Nährwert der Meeresalgen schon längere Zeit erahnt oder auch wissenschaftlich untersucht, beschäftigten sich Ernährungswissenschaftler nun vornehmlich mit den Süßwasseralgen und fanden Erstaunliches heraus. Der Nährstoffgehalt all dieser Pflanzen ist immens, doch die AFA-Alge gilt als das nährstoffreichste Lebensmittel, was bisher entdeckt wurde. Durch schonende Trocknungsverfahren bei Körpertemperatur ist es heute möglich, dass die wichtigen Inhaltsstoffe zu fast 100 % erhalten bleiben und so dem Menschen auch zur Verfügung gestellt werden können.
Vitalstoffe der Süßwasseralgen
- Hochwertiges Eiweiß: 60 bis 68 %,es kann vom menschlichen Körper doppelt so gut wie Eiweiß tierischen Ursprungs verwertet werden, keine Eiweißrückstände bei der Aufnahme, daher auch keine Verschlackung des Darms, fördern den Muskel
- und Gewebeaufbau, Poypeptide werden im Körper umgewandelt in sog. Neurotransmitter, wie beispielsweise Serotonin, das die Stimmung hebt und Konzentration und Denkleistung stärkt
- Vitamine: vor allem der gesamte Vitamin B-Komplex mit großen Mengen des ansonsten seltenen Vitamin B12, stärkt unser Nervensystem und die Immunabwehr, unterstützt den Eiweißstoffwechsel und die Blutbildung
- Betakarotin zum Schutz der Zellen vor dem Angriff von Freien Radikalen und damit Schutz vor chronischen Erkrankungen, stärkt die Sehkraft und fördert die Verdauung
- Chlorphyll (grüner Pflanzenfarbstoff) unterstützt die Eiweißverwertung und die Versorgung des menschlichen Körpers mit Sauerstoff, reguliert die Darmflora und wirkt als natürliches Antibiotikum
- Mineralien und Spurenelemente: Zink unterstützt ein gutes Gedächtnis und die Immunabwehr, stärkt Nägel und Haar, Kalzium und Kieselsäure stärken das Knochensystem, Mangan fördert die Knorpelbildung und die Bandscheiben, Selen und Magnesium stärken das Immun
- und Nervensystem und dienen der Krebsprophylaxe
- Glutaminsäure fördert die geistige Entwicklung von Babys und Kleinkindern und kommt sonst hauptsächlich in der Muttermilch vor, hilft lern- und verhaltensgestörten Kindern bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben
Dieser Überblick zeigt in Kürze die wichtigsten Inhaltsstoffe der Süßwasseralgen. Die Natur stellt dem Menschen damit ein wertvolles, konzentriertes Nahrungsmittel zur Verfügung, das helfen kann, Defizite auszugleichen. Naturel wird in der September-Ausgabe die derzeit bekannteste und einzige völlig wilde Form, die AFA-Alge, noch etwas ausführlicher beleuchten.
Lit.: Barbara Simonsohn:
Die Heilkraft der AFA-Alge, Goldmann
Autor:Christiane Thomas (24.06.2003)
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